10/2019, Factory Five New V12 Supercar Chassis Factory Five
10/2019, Factory Five New V12 Supercar Chassis
10/2019, Factory Five New V12 Supercar Chassis
10/2019, Factory Five New V12 Supercar Chassis 12 Bilder

V12-Supercar von Factory Five

Neuer US-Supersportler im Anmarsch

Ein Supercar aus den USA, das von einem V12-Motor angetrieben wird? Das Triebwerk ist nicht die einzige Überraschung des Project Romulan von Factory Five.

Wareham ist ein kleines, verschlafenes Küstenstädtchen an der US-Ostküste. Und so manchem Autofan durch die dort ansässige Firma Factory Five bekannt. In deren Werkshallen entstehen typisch amerikanische Hot Rods und ein paar Kit Cars. Darunter moderne Auflagen des legendären Shelby Daytona-Rennwagens und der offenen Cobra. Seit mehr als zehn Jahren zudem der GTM, ein Sportwagen mit Corvette C5-Technik. Dieses Modell soll im Laufe des Jahres 2020 ersetzt werden, und das Chassis des Nachfolgers ist auf der SEMA (5. bis 8. November) zu sehen.

Als Vorbild dient der Aston Martin Vulcan

Vorbild für das neue Supercar ist kein Geringerer als der Aston Martin Vulcan. Und weil das so ist, hat sich Factory Five einige Analogien zum britischen Trackday-Exoten ohne Straßenzulassung ausgedacht. Es beginnt beim Namen: Wenn Aston Martin seine Modellbezeichnung an eine fiktive außerirdische Spezies aus Star Trek (Vulkanier) anlehnt, dann machen die Amerikaner das auch und lassen ihren Sportwagen unter dem Projektnamen Romulan (Romulaner) laufen. Und der Neuling braucht natürlich einen V12-Saugmotor, den hat der Vulcan schließlich auch.

10/2019, Factory Five New V12 Supercar Chassis
Factory Five
Jesper Ingerslev (l.) und Jim Schenck zeichnen für das neue Romulan-Supercar verantwortlich.

Nun sind V12-Triebwerke in den V8-dominierten USA nicht so leicht zu finden. Deshalb nimmt Factory Five den Umweg über Australien. Dort sitzt die Firma Race Cast Engineering, deren Spezialität es ist, US-V8-Motoren zu Zwölfzylindern umzubauen. Für Factory Five liefern die Australier einen V12 auf Basis des LS3-Motors aus dem General Motors-Regal – ein Motor, der vor allem aus früheren Corvette-Generationen bekannt ist. Race Cast optimiert den bewährten, aber auch ziemlich schweren Grauguss-Motor mit einigen Teilen des verwandten LS7-V8 sowie aus dem Angebot diverser Tuner und liefert auch die passende Motorelektronik samt Kabelbaum.

9,5 Liter Hubraum, 765 PS, 941 Nm

Dabei kommt ein Motor-Monstrum mit 9,5 Litern Hubraum, 765 PS und maximal 941 Newtonmetern heraus, der seine Kraft auf die Hinterräder überträgt. Zum Vergleich: Der V12 des Aston Martin Vulcan verfügt über sieben Liter Hubraum, 831 PS und maximal 780 Newtonmeter.

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Der aus einem GM-V8 abgeleitete Zwölfzylinder sitzt hinter der Vorderachse.

Das Chassis leitet Factory Five von seinem Type 65 Coupé ab, der bereits erwähnten Shelby Daytona-Reinkarnation. Bedeutet: Der V12 (oder andere Triebwerke; der Romulan soll in dieser Hinsicht flexibel konzipiert sein) sitzt als Front-Mittelmotor in einem leicht verlängerten und verbreiterten Stahlrohr-Rahmen. Über den wird sich eine Karbon-Karosserie stülpen, die Platz für zwei Passagiere bietet, die in Sparco-Schalensitzen Platz nehmen. Fahrwerksseitig vertraut Factory Five auf einstellbare Koni-Dämpfer, während die Bremsanlage aus dem Hause Wilwood stammt. Die 20-Zoll-Felgen tragen vorne Michelin-Reifen der Dimension 305/25 ZR 20. Die hinteren Pneus haben das Format 325/25 ZR 20.

Die Hochzeit von Chassis und Karosserie soll im ersten Quartal 2020 und die Produktion im weiteren Jahresverlauf stattfinden. Zu Preisen äußert sich Factory Five bislang nicht. Teurer als der GTM dürfte der Neuling allemal werden. Dessen Bausatz ist ab 24.990 Dollar (gut 22.500 Euro) erhältlich. Allerdings kosten die Race Cast-Motoren je nach genauer Spezifikation bereits zwischen umgerechnet 40.000 und 50.000 Euro. Das fertige Auto (der Romulan wird wahrscheinlich nicht als Kit Car angeboten) dürfte also preislich locker in den sechsstelligen Bereich springen.

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Aus dem unübersichtlichen Angebot an Kleinserien-Sportwagen stechen die Modelle von Factory Five heraus. Bislang durch ihr Retro-Design samt Kit Car-Konzept. Und beim Romulan durch den vom V8 auf V12 umgebauten Motor. Der scheint Kraft ohne Ende zu haben, dürfte aber auch ziemlich schwer auf der Vorderachse lasten. Was das für die Fahrdynamik bedeutet, können wir frühestens im nächsten Jahr klären.

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