Porsche Taycan Turbo S Konfigurator Aufmacher Screenshot / Porsche
Porsche Taycan Turbo S Konfigurator Vollausstattung
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Elektro-Sportwagen Porsche Taycan im Konfigurator

Einmal Turbo S mit allem, bitte

Wir haben uns das Taycan-Topmodell mal durchkonfiguriert. Wie viel Geld kann man maximal in den Elektro-Sportwagen investieren und was davon ist eigentlich eine Frechheit?

Wo kriegt man den heutzutage noch was geschenkt? Sie werden es nicht glauben: Bei Porsche! Obwohl – Sie müssen es auch nicht glauben, denn so richtig stimmt es nicht. Schließlich müssen Sie, um Geschenke zu erhalten, zunächst mal mit 185.456 Euro in Vorleistung gehen. Die gilt es nämlich mindestens für das Topmodell des Taycan, den Turbo S, zu investieren. Der neue Elektro-Sportwagen ist bereits auf der Website des Herstellers im Konfigurator platziert. Grund genug, sich mal durchzuklicken und den Stromer bis unters Dach mit Extras und Ausstattungen vollzustopfen.

Metallic-Lack gibt’s gratis

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Insgesamt zehn verschiedene Farben bietet Porsche an und nur eine davon kostet Aufpreis.

Den Start macht die Auswahl der Außenlackierung, und da gibt es auch schon das erste Geschenk – denn nicht nur die Basisfarben Schwarz und Weiß gibt es aufpreisfrei, auch die sieben Metallic-Lacke von Mambagrün bis Enzianblau kosten keinen Cent extra. Nur die Sonderfarbe Karminrot will mit 2.380 Euro vergütet werden. Nehmen wir natürlich, schließlich soll am Ende der teuerst mögliche Taycan auf dem Tableau stehen. Zum Vergleich schon einmal vorab: Der ultimative Panamera (Turbo S E-Hybrid Executive mit Vollausstattung) kommt auf rund 273.000 Euro – das soll unser Benchmark sein.

Dem Betrag schreiten wir mit der Auswahl der Felgen in einem großen Schritt entgegen, denn wer seine Aeroblades auf den 21-Zöllern gerne in Karbon haben möchte, blättert dafür 4.117 Euro hin. Bei der Innenausstattung gibt es dagegen wieder etwas „für umme“. Glattleder in Schwarz oder Bicolor-Ausführung kostet ebenso wenig Aufpreis wie die lederfreie Variante Race Tex. Wer es drauf anlegt, kann mit der Clubleder-Version aber doch noch 2.207 Euro loswerden. Keine Frage, wo wir das Häkchen setzen.

Ausstattungs-Eskalation im Innenraum

Erfahrungsgemäß geht bei Sitzen aber noch mehr, als nur der Lederbezug. Sportsitze sind Serie, Komfortsitze kosten als Alternative auch nichts. Aber durch das Hinzufügen der Massagefunktion inklusive Belüftung, fließen weitere 2.011 Euro, zumindest imaginär, auf ein Konto in Zuffenhausen. Wo wir gerade schon bei Gimmicks im Innenraum sind, hauen wir doch jetzt mal so richtig auf den Putz.

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476 Euro Aufpreis für ein DAB-Radio? Echt jetzt, Porsche? Das ist schon ein bisschen frech.

Burmester-Soundsystem (4.587 Euro), Beifahrerdisplay (1.023 Euro), Fahrzeug-Ortung (416 Euro) und Digitalradio (476 Euro). Moment mal! Digitaler Radioempfang kostet in einem selbsterklärten technologischen Spitzprodukt fast 500 Euro extra? Im Jahr 2019 ist das kein Teil der Wertschöpfungskette, sondern – mit Verlaub, Porsche – eine Frechheit. Gerade bei einem Auto, das so sehr das digitale Zeitalter repräsentieren will, wie der Taycan. DAB ist kein Extra, sondern State-of-the-art. Wir klicken es trotzdem an, hilft ja nix.

Einmal in Rage geklickt, muss jetzt auch aller her, was die Assistenzsystem-Abteilung in petto hat. Porsche Inne-Drive mit Abstandsregeltempomat, Parkassistent mit Surround-Kamera, Nachtsichtassistent, Spurwechselassistent, Garagentoröffner – ist man mit diesem Kapitel durch, hat man beinahe das Gefühl, im Taycan gar nichts mehr selbst machen zu müssen. Insgesamt versenken wir hier rund 7.750 Euro im Konfigurator, plus weitere 886 Euro für die Lenkradheizung mit Karbonblende und Sport Chrono-Paket, das fällig wird, sobald man oben genanntes Porsche InnoDrive-System haben will.

Karbon und nochmal Karbon

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Das Karbon-Paket beinhaltet noch keine Spiegelkappen aus Kohlefaser. Die kosten 1.487 Euro obendrauf.

Zeit für ein bisschen Gestaltung, oder? Die Gurte und das Sport Chrono-Ziffernblatt müssen, analog zur Sonderlackierung, natürlich in Rot verbaut werden (zusammen rund 840 Euro). Auch Dekoelemente lassen sich in Wagenfarbe lackieren, dazu kommen stimmungsvolle Ambientbeleuchtung und die unvermeidlichen LED-Türprojektoren, die einen Porsche-Schriftzug auf den Boden werfen. Jetzt fehlt allerdings noch ein bisschen Karbon. Das entsprechende Paket für das Exterieur (Schwellerverkleidung, Bugteil, Finnen und Kennzeichenträger) kostet 4.641 Euro. Die Spiegelkappen wollen für ein Karbon-Update nochmal extra ausgelöst werden und schlagen mit weiteren 1.487 Euro zu Buche.

Achso, falls Sie es vergessen haben: Der Taycan ist ja ein Elektroauto. Da gibt es natürlich noch mehr in der Aufpreisliste zu holen. Eine Wärmepumpe für 773 Euro etwa. Oder den Mobile Charger Connect inklusive Home Energy Manager für 1.630 Euro. Das ist eine Bedieneinheit für die Integration ins heimische Stromnetz, die intelligentes Laden (zeitabhängig zum besten Preis) ermöglichen soll. Ein entsprechende Verbindungskabel ist auch dabei, den Elektriker zur Installation müssen Sie allerdings unabhängig davon beauftragen.

Um den Spitzen-Panamera preislich noch dichter auf die Pelle zu rücken, plündern wir noch den Zubehör-Shop. Dort gibt es neben einem Satz Winterreifen auf 20-Zoll-Felgen für 7.122 Euro auch ein formschönes Leder-Gepäck-Set für weitere 5.474 Euro. Am Ende landen wir bei 254.000 Euro für unseren völlig und komplett ausgestatteten Porsche Taycan Turbo S. Zum Prunk-Panamera fehlen uns damit rund 19.000 Euro. So gesehen quasi ein Schnäppchen.

SPERRFRIST 04.09.19 / 16 Uhr Porsche Taycan Turbo S Elektroauto Sportwagen
Erster Innenraum-Check im Taycan
8:53 Min.

Fazit

Eine Viertel Million Euro – mancherorts baut man für diesen Betrag ein kleines Häuschen. Bei Porsche gibt es dafür die Speerspitze der elektrischen Mobilität. Welche Ausstattungsfeatures am Ende tatsächlich nötig und sinnvoll sind, wird sich beim ersten Praxis-Test zeigen. Zudem: Die günstigeren Modellversionen des Taycan kommen ja auch noch in diesem Jahr.

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