08/2022, Rodin FZero V10-Hypercar Rodin Cars
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08/2022, Rodin FZero V10-Hypercar 16 Bilder
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Rodin FZero (2023): Hypercar mit V10-Hybridantrieb

Rodin FZero Hypercar mit V10-Hybridantrieb (2023) Nananananananana... Roooddiiiiiinnn!

Die neuseeländische Firma Rodin Cars stellt das nächste Hypercar in Aussicht. Der FZero soll fast 1.200 PS leisten und nicht einmal 700 Kilogramm wiegen.

Neuseeland ist nicht gerade als Autonation bekannt, sondern eher für knallharte Rugby-Spieler, eine jedoch grundsätzlich entspannte Bevölkerung und viel unberührte Natur. Mitten in dieser sitzt eine Firma namens Rodin Cars, die das Paradies eben doch irgendwie zur Autonation macht. Am nördlichen Zipfel der Südinsel sowie im britischen Motorsport-Mekka Donington Park, wo Rodins Europazentrale beheimatet ist, entsteht seit 2019 mit dem FZED ein Auto, dass die Formel 1 auch Hobby-Rennfahrern zugänglich macht. Die Königsklasse des Motorsports für jedermann, sozusagen. Oder zumindest für die, die es sich leisten können.

Nun stellt Rodin mit dem FZero sein zweites Modell vor. Wieder ist es ein Einsitzer, aber diesmal hocken die Fahrerin oder der Fahrer unter einer Glaskuppel und steuern einen Boliden, dessen Räder von Kotflügeln umschlossen sind. Diese sind derart ausladend gestaltet und rundlich geformt, dass einem beim Betrachten der Bilder direkt diverse Batmobil-Generationen in den Sinn kommen. Die vorderen Pendants laufen nach vorne spitz zu und hängen dort über einem Splitter, der die gesamte Fahrzeugbreite einnimmt. Auch die Fahrgastzelle setzt hier spitz an und weitet sich in Richtung Cockpit auf.

Luftschlitze, wohin das Auge blickt

Eine Besonderheit: Seitlich gibt es keine Karosserie im eigentlichen Sinne, sondern die Kotflügel mit ihren mächtigen Luftein- und -auslässen sind direkt ans Chassis angeflanscht. Aus den hinteren Radbehausungen erwachsen mächtige Luftleitelemente, in denen je ein Endrohr der Abgasanlage sitzt und die ein üppig dimensioniertes Flügelblatt in ihre Zange nehmen. Hinten zeigt sich der Rodin FZero sehr offenherzig, aber – genau wie vorne – ohne Beleuchtung. Die braucht er nicht; er ist ohnehin nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Er ist aber auch nicht für irgendeine Rennserie homologiert, sondern komplett frei von regulativen Einschränkungen und Gesetzen entwickelt worden.

Rodin Cars - Rodin FZED - Rennwagen
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"Die einzigen Beschränkungen, denen wir unterliegen, sind die Gesetze der Physik, und selbst die haben wir bis an die absolute Grenze ausgereizt", sagt David Dicker, der Gründer von Rodin Cars, nicht ohne Stolz. Chassis und Außenhaut des 5,50 Meter langen, 2,20 Meter breiten und 1,13 Meter hohen FZero (Radstand: exakt drei Meter) fertigen die Neuseeländer komplett aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Entsprechend niedrig liegt das Gewicht (698 Kilogramm). Besonders hoch ist dagegen der Abtrieb: Dank seiner massiven Flügel und des aerodynamisch optimierten Unterbodens erzeugt der Rodin FZero einen maximalen Anpressdruck von 4.000 Kilogramm.

V10-Motor mit Elektro-Support

Ein derart leichtes Auto braucht einen gewichtsoptimierten Motor. Diesen entwickelte Rodin zusammen mit Neil Brown Engineering: Er verteilt vier Liter Hubraum auf zehn in V-Form angeordnete Zylinder und vertraut zudem auf Twin-Turbo-Aufladung. Die Partner nennen für das Triebwerk Werte der Superlative: ein maximales Drehmoment von 910 Newtonmetern bei 7.250 Umdrehungen. Eine Leistung von 1.000 PS bei 9.000 Kurbelwellenrotationen. Und eine Höchstdrehzahl von 10.000/min. Dass die Gesamtleistung sogar bei 1.176 PS und das höchstmögliche System-Drehmoment bei 1.026 Newtonmetern liegen, verantwortet der zusätzlich installierte Elektromotor, der bei Bedarf 130 kW (177 PS) beisteuert.

08/2022, Rodin FZero V10-Hypercar
Rodin Cars
Der Vierliter-V10-Motor wiegt nur 132 Kilogramm, leistet aber allein bereits 1.000 PS.

Leichtbau ist auch beim Getriebe angesagt: Der britische Spezialist Ricardo liefert eine Acht-Gang-Schaltbox zu, die von Rodin in einem per 3D-Druck gefertigten Titangehäuse untergebracht wird. Das Gewicht? Nicht einmal 66 Kilogramm. Die Kraftverteilung übernimmt ferner ein hydraulisches Differenzial mit elektronischer Steuerung. Der Rodin FZERO verfügt zusätzlich über eine Traktionskontrolle. Das ergibt Sinn bei einem derart starken Auto, dessen Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller bei 360 km/h liegt.

Große Bremsen, dicke Felgen

Angesichts dieses Wertes bedarf es einer performanten Bremsanlage. Jene des Rodin FZero arbeitet mit 380 Millimeter großen Carbon-Scheiben und Titan-Sätteln, die vorne sechs und hinten vier Kolben aufweisen. Die Stopper verfügen über ABS und gewinnen per Rekuperation Bremskraft als elektrische Energie zurück, mit der der E-Motor gespeist wird. Die Magnesium-Schmiedefelgen in den extremen Dimensionen 14x18 Zoll vorne und 16x18 Zoll hinten liefert OZ Racing. Die dazu passenden Reifen backt Avon; bei entsprechendem Wetter kommen natürlich Slicks ans Auto.

Nichols N1A
Neuheiten

Rodin stellt in Aussicht, die FZero-Fertigung 2023 zu starten. Die Kleinserie soll auf nur 27 Exemplare begrenzt werden. Preise nennen die Neuseeländer nicht. Kundinnen und Kunden können jedoch bestimmte Aspekte des Fahrzeugs an ihren Fahrstil und die Strecke, auf der sie es bevorzugt einsetzen wollen, anpassen. Darüber hinaus erhalten Rodin-Besitzerinnen und -besitzer Zugang zu maßgeschneiderter Rennbekleidung, können ihr Fahrzeug beim Hersteller lagern und es von ihm zu den jeweiligen Bestimmungsorten liefern lassen, wenn ein Track Day ansteht. Ein Fahrertraining auf den "malerischen privaten Rennstrecken von Rodin" ist im Kaufpreis ebenfalls enthalten.

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Fazit

Die Hypercar-Welle nimmt einfach kein Ende. Nun kommt der neuseeländische Hersteller Rodin ums Eck und präsentiert mit dem FZero einen V10-Hybridsportler im Batmobil-Style, der keinen Regeln und Gesetzen folgt. 2023 soll dessen Fertigung starten.

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