Scuderia Cameron Glickenhaus Boot Scuderia Cameron Glickenhaus
Scuderia Cameron Glickenhaus Boot
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Scuderia Cameron Glickenhaus Boot 40 Bilder

SCG Scuderia Cameron Glickenhaus Boot

Baja-Attacke auf den Ford Bronco R

Die Scuderia Cameron Glickenhaus hat Anfang 2018 angekündigt ein Offroadmodell zu entwickeln, das unter anderem den Höhenweltrekord für Allradautos brechen soll. Jetzt durfte „the Boot“ als Neuauflage in der Baja 1000 gegen den Ford Bronco R antreten.

Autofan und Multimillionär James Glickenhaus machte bisher mit dem Bau von extremen Sportwagen auf sich aufmerksam. Mit dem Extrem-Geländewagen „The Boot“ will seine Automanufaktur Scuderia Cameron Glickenhaus auch ins Offroadgeschäft einsteigen. Im November 2019 trat das „Boot“ bei der Baja 1000 an. Besondere Brisanz hatte dieser Auftritt, da kurz zuvor auch Ford mit seinem neuen Bronco R zu PR-Zwecken ebenfalls angekündigt hat, die Baja zu fahren – als PR-Scoop, um den Serien-Bronco zu teasern. So traf also das neue Baja Boot von Glickenhaus auf den neuen Bronco und ließ so das Duell aus dem Jahr 1969 wieder aufleben. 1969 hatte am Ende das Baja Boot mit Schauspieler und Amateurrennfahrer Steve McQueen die Nase vorn. Auch 2019 triumphierte das Boot, denn der Bronco von Ford fiel aus. Seine Klasse, in der sonst nur noch der Ford unterwegs war, gewann das Boot damit zwar, allerdings wurde das Boot mit einer Zeit von knapp 34 Stunden nur als vorletztes Fahrzeug insgesamt im Ziel gewertet. Der Gesamtsieger war schon nach 16 Stunden und zehn Minuten über den Zielstrich gefahren. Bei der Baja 2020 soll das anders werden, kündigte Glickenhaus auf Facebook an. Man werde ein 900 PS starkes Modell bauen, welches dann sogar um den Gesamtsieg mitfahren soll.

Vorstellung: Ford Bronco R für die Baja 1000

Ford Bronco R
Ford Bronco R Ford Bronco R Ford Bronco R Ford Bronco R 16 Bilder

Neben dem Baja-Engagement will Glickenhaus zudem noch hoch hinaus. Um Leistungsfähigkeit des neuen Modells unter Beweis zu stellen soll „The Boot“ den Höhenweltrekord für Allradfahrzeuge knacken und den 6.893 Meter hohen Vulkan Ojos del Salado in Südamerika erklimmen. 2014 legte ein deutsches Team unter Matthias Jeschke mit einem Mercedes Zetros-Truck die Marke auf 6.675 Meter. Außerdem soll das Modell die komplette Strecke von New York nach St. Petersburg bis nach Paris absolvieren – inklusive „Überfahrt“ mit untergeschnallten Pontos der Beringsee.

Mittige Fahrersitzposition und V8-Mittelmotor

Scuderia Cameron Glickenhaus Boot
Scuderia Cameron Glickenhaus
Links: Der Baja Boot, von dem es nur zwei Exemplare gibt. Rechts: Der Glickenhaus Boot, von dem es nur fünf Exemplare geben wird.

Optisch angelehnt wird „The Boot“, von dem es zunächst nur Designzeichnungen und Computerretuschen gab, an einen Baja-Wüstenrenner. Vom Baja Boot getauften Wüstenrenner wurden seinerzeit nur zwei Exemplare gefertigt – eines davon ist heute im Besitz von Glickenhaus. Riesige Räder sitzen unter weit abstehenden Kotflügeln, das Ersatzrad sitzt auf dem Heck. Der V8 saugt über einen Dachschnorchel an. Massive Schutzbügel zieren Front, Heck Flanken und den Rest der Karosserie. Erste Bilder, auch zusammen mit dem Baja Boot, gibt es nun und sie zeigen, die Computerretuschen waren nicht nur Phantasie.

Noch sind nicht alle Eckdaten des Geländewagens, der als zwei- und viertürige Version aufgebaut wird, bekannt. Der Fahrer wird mittig im Cockpit positioniert, ein 650 PS starker V8 in Mittelmotorkonfiguration wird für den Antrieb sorgen. Der Achtzylinder soll sich vielfältig auf Kundenwünsche anpassen lassen und auch in einer Turboversion zu haben sein. Als gesetzt gilt ein Automatikgetriebe.

Nach der derzeitigen Planung soll das „Boot“ als Zweitürer im Verlaufe des Jahres 2019 Fahrt aufnehmen, die viertürige Version folgt 2020. Für 2019 waren fünf Fahrzeuge, für 2020 17 Fahrzeuge geplant. Der Grundpreis soll bei rund 290.000 Dollar für die zweitürige Version liegen. Wird eine Panzerung gewünscht, so werden rund 167.000 Dollar Aufpreis fällig. „The Boot“ kommt sogar mit Straßenzulassung.

Fazit

Wenn James Glickenhaus etwas ist, dann ein Auto-Verrückter, aber ganz sicher kein Spinner. Seine Projekte haben, bei aller Absurdität, Hand und Fuß. Das zeigen auch die Bilder, die ganz nahe an den Computerretuschen sind.

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