Skoda Kodiaq RS Stopp Produktion Motor Emissionen Hersteller / Patrick Lang
Skoda Kodiaq RS, Exterieur
Skoda Kodiaq RS, Exterieur
Skoda Kodiaq RS, Exterieur
Skoda Kodiaq RS, Felge 11 Bilder

Schluss für den Skoda Kodiaq RS

Ende des starken Diesels

Der Kodiaq RS ist ein Erfolgsmodell für Skoda. Nun muss er dennoch gehen. Grund dafür sind die verschärften Emissionsgrenzen ab 2021. Doch der sportliche SUV soll wieder kommen.

Aus dem Konfigurator auf der Website des tschechischen Herstellers ist der Kodiaq als potente RS-Variante bereits verschwunden. Dabei hatte der stärkste Dieselmotor der Firmengeschichte viele Freunde gefunden und konnte auch im Test bei auto motor und sport mit seinen Fahrleistungen überzeugen. Die Formel aus kraftvollem Schub (240 PS / 500 Newtonmeter) und großzügigem Platzangebot hat sich auf dem Markt schließlich längst etabliert.

Skoda Kodiaq RS, Interieur
Hans-Dieter Seufert
Mit seiner Kombination aus kräftigem Schub und großzügigem Platzangebot konnte der Kodiaq RS viele Fans gewinnen.

Damit ist nun allerdings Schluss, denn wie Skoda in einem Statement mitteilt, wird der Diesel-Biturbo den Kodiaq verlassen und der RS in seiner bekannten Form somit nicht länger angeboten. Als Grund dafür nennt der Hersteller die straffen EU-Emissionsrichtlinien, die im kommenden Jahr in Kraft treten. Mit einem CO2-Ausstoß von 219 Gramm pro Kilometer hat der große Siebensitzer seine NEFZ-Angaben in unserem Testprozedere um 56 Gramm überschritten. Vor dem Hintergrund der drohenden Milliarden-Strafzahlungen für den VW-Konzern ist eine schritt- und teilweise Abkehr von potenten Selbstzündern quasi unumgänglich. Schließlich müsste ein Diesel zur Einhaltung der CO2-Grenze (95 Gramm pro Kilometer) mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,1 Litern auf 100 Kilometer auskommen. Bei einem Benziner wären es 4,1 Liter.

Hybrid-RS ist unwahrscheinlich

Wobei von einer exakten 95-Gramm-Grenze nun auch nicht die Rede sein kann. Schließlich wird der kritische Wert für jeden Hersteller eigens auf Basis des Durchschnittsgewichts der verkauften Flotte errechnet. Ein großer SUV hilft da allerdings trotzdem nicht wirklich. Was die Bilanz nachhaltig gerade zieht, ist der Absatz von Elektroautos, denn die emittieren gar nichts und werden auch noch doppelt gezählt. So hofft man bei Skoda aktuell vielleicht, einige Kodiaq-Kunden für den jüngst vorgestellten Elektro-SUV Enyaq zu begeistern. Deshalb rechnen wir auch nicht mit einem Hybrid-Nachfolger für den Kodiaq RS, um der reinen Elektro-Variante möglichst wenige Kunden abspenstig zu machen.

Skoda Enyaq (2020) Founders Edition
Skoda
Der rein elektrische Enyaq soll ähnliche Raumverhältnisse wie der Kodiaq bieten.

Dass es einen Nachfolger für den Kodiaq RS geben wird, hat das Unternehmen nämlich bereits bestätigt. Der kommt mit dem nächsten Facelift 2021 und könnte unter Umständen dann ein Benziner sein – doch zu diesem Zeitpunkt ist das reine Spekulation. Ein abgespeckter Zweiliter-Diesel ist indes allerdings unwahrscheinlich, denn der wäre dann sehr nahe am Sportline mit dem 190 PS starken 2.0 TDI. Und was einen RS-Badge trägt, verlangt doch nach ausreichender Trennschärfe zur zivileren Modellpalette. In unserer Fotoshow sehen Sie den abgesetzten Diesel-Superlativ nochmal in Aktion

Fazit

Das Emissionsgrenzen-Jahr 2021 rückt näher und die Hersteller putzen ihr Portfolio durch. Für viele gilt es Boden gut zu machen und so ist die Verabschiedung eines großen Dieselmotors keine Überraschung mehr. Ein Benziner würde den sportlichen SUV aber durchaus auch gut zu Gesicht stehen.

Skoda Kodiaq
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