Tesla Model Y (2020)

Kompakter Elektro-SUV kommt erst 2020

Tesla Model Y Foto: Tesla

Tesla baut seine Modellpalette kräftig aus. Auf einer Aktionärsversammlung vor einigen Monaten zeigte Tesla-Boss Elon Musk ein erstes Bild vom neuen Tesla Model Y. Nun ist klar: Der SUV rollt erst ab 2020 zu den Händlern.

Dass Tesla das Model Y, einen Crossover-SUV, als vierte Baureihe auf den Markt bringen wird, ist nicht neu. Bereits 2015 hatte Musk das Model Y per Twitter angekündigt. Und auch Teslas Technik-Vorstand JB Straubel schlug im Jahr 2016 in die gleiche Kerbe und kündigte ein entsprechendes E-Auto auf Basis des Model 3 an.

Tesla Model X, SUV, 10/2015 Foto: Tesla
Das Model X mit Flügeltüren - das Model Y erhält diese ungewöhnliche Türkonfiguration nicht.

Tesla Model Y ab November 2019

Ursprünglich hat es von Tesla-Boss Elon Musk geheißen, das Model Y sollte nicht auf der Plattform des Model 3 stehen. Stattdessen baue Tesla eine eigene Plattform auf, die nicht mehr über eine 12-Volt-Batteriearchitektur verfüge und deutlich preiswerter zu produzieren sei. Hier lag der Schluss nahe, dass der kalifornische E-Auto-Bauer eine Plattform mit 48 Volt Spannung kreiert.

Unterdessen rudert Musk zurück und erklärte, dass ihn sein Team überzeugt habe, dass das Model Y auf der Plattform des Model 3 aufbauen wird, auch um das Modell schneller auf den Markt zu bringen. Schließlich kommen 75 Prozent Gleichteile zum Einsatz. Das bedeute, dass Model Y habe „ein relativ niedriges Technik- und Produktions-Risiko. Ein genaues Datum für den Marktstart nannte er nicht. Nun kristallisiert sich heraus: Das Model Y versachiebt sich durch den holprigen Produktionsstart des Model 3 auf das Jahr 2020.

Indes wird der E-SUV nicht im Tesla-Werk in Freemont vom Band rollen, dort so Musk, “platzen wir aus allen Nähten„. Mindestens drei neue Werke plant der Tesla-Boss und schließt auch in Zukunft wegen der hohen Nachfrage zehn bis 20 Werke nicht aus. Denn, die Nachfrage nach dem Model Y soll die Nachfrage nach dem Model 3 nochmals deutlich übertreffen. Fix ist, dass das Model Y in der Gigafactory als erstes komplettes Automodell vom Band rollt. Außerdem ist eine Produktion in der neuen Gigafactory im chinesischen Shanghai vorgesehen.

Tesla Truck Teaser Neuer Tesla-Masterplan Laster und Fahrdienst geplant

Kein kostenloses Laden mehr

Das erste Bild des Model Y zeigt noch nicht viel von dem neuen Modell, immerhin scheint sich das Styling an der aktuellen Formensprache der Marke zu orientieren. Aber auch das ist kein Wunder. Die Motorhaube weist die typischen Sicken auf, die pfeilförmig zur Front mit schmalen Scheinwerfern auslaufen. Eine coupéhafte Dachlinie ist zu sehen. Außenspiegel fehlen, hier liebäugelt Musk immer mit Kameras, vielleicht haben sich die amerikanischen Behörden bis zum Launch durchgerungen, hier die gesetzlichen Vorgaben zu finalisieren. Gerüchten zu folge soll es auch wieder Flügeltüren geben, diese sind in der Produktion jedoch sehr teuer. Wir gehen von einem klassischen Konzept mit vier konventionellen Türen aus.

Technisch dürfte das neue Model Y sich am Model 3 orientieren – bis auf die Antriebseinheit der neuen Plattform. Dass heißt: Auto-Pilot, spartanischer Innenraum und großer Touchscreen. Die Reichweite: Mindestens 500 Kilometer. Der Preis: Mindestens 40.000 US-Dollar, wobei die Neukunden nicht mehr kostenlos an den Tesla-Chargern aufladen können. Der Preis bezieht sich auch lediglich auf das Basismodell. Wie bei Tesla üblich bieten die Kalifornier später auch Performance-Modelle und Fahrzeuge mit längerer Reichweite an.

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Ford is killing S-E-X – jetzt folgt S-3-X-Y

Warum aber ausgerechnet Tesla Model Y? Dahinter steht ein Plan von Elon Musk, den leider Ford schon beim Model 3 durchkreuzt hat. Dieses Fahrzeug sollte ursprünglich Model E heißen. Doch Ford hat erfolgreich sein Markenrecht an dem Namen durchgesetzt. “Ford is killing sex„, erkläre Musk damals in Anlehnung an seine Baureihenbezeichnungen: Model S, Model E und Model X. Dann wurde alles anders. Nachdem aus S-E-X schon S-3-X wurde, wird nun aus S-3-X bald S-3-X-Y. Allerdings steht auch hier wieder ein Konflikt mit Ford ins Haus. Dann auch das Model Y wurde zwischen 1932 und 1937 von Ford produziert.

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