Toyota Corolla Limousine (2019)

Überall verbessert

Toyota Corolla Limousine (2018) Toyota Corolla Limousine (2018) Toyota Corolla Limousine (2018) Toyota Corolla Limousine (2018) 22 Bilder

Nach dem Schrägheck stellt Toyota nun die Limousinen-Variante des Corolla vor – die für den amerikanischen Markt wichtigste Karosserie-Variante. Die Limousine wurde rundum erneuert und basiert wie das Schrägheck auf der TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture) die auch unter dem Prius, CH-R und dem Lexus UX steckt.

Optisch lehnt sich die Corolla-Limousine an ihren großen Bruder Camry an und wirkt im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas schlanker und flacher – tatsächlich ist er 20 Millimeter niedriger, die Fronthaube ist sogar 36 Millimeter tiefer, was die Sicht nach vorn verbessern soll. Dafür wurde der Motor in einer tieferen Position montiert als bisher. Dies führt unter anderem auch zu einem um zehn Millimeter abgesenkten Schwerpunkt. Der Radstand beträgt 270 Zentimeter, die vordere Spur legt um zwölf und die hintere um 22 Millimeter zu. Der vordere Überhang schrumpft um 33 Millimeter und der hintere wächst um 13 Millimeter. Die LED-Frontscheinwerfer reichen genauso wie die LED-Heckleuchten bis weit in die Fahrzeugseiten, auf einen durchgehenden Leuchtbalken am Heck verzichtet Toyota. Optional ist adaptives Licht zu haben.

Während die Corolla-Limousine in den unteren Ausstattungen LE und XLE auf 16-Zoll-Rädern fährt, sind bei den höheren Ausstattungen SE und XSE 18-Zöller Standard.

Alles niedriger

Innen gibt es digitale Instrumente und einen über das obere Ende der Mittelkonsole weit hinausragenden Acht-Zoll-Multimedia-Touchscreen. Die Armlehne weiter unten in der Mittelkonsole ist 20 Millimeter länger als beim Vorgänger. Das Instrumentenpanel und die gesamte Gürtellinie wurden etwas nach unten versetzt, um die Übersicht zu verbessern und den Passagieren ein luftigeres Innenraumgefühl zu vermitteln. Klavierlack-Applikationen sollen den Innenraum hochwertig wirken lassen, auf Wunsch gibt es Ambiente-Licht für gute Stimmung.

Toyota Corolla Limousine (2018) Foto: Toyota
Der Instrumententräger und die Gürtellinie wurden zugunsten einer besseren Rundumsicht abgesenkt.

Auch die Sitzposition geht nach unten: Die Hüftposition des Fahrers ist um 25 Millimeter niedriger als bisher. Die Sitzbezüge an sich bekommen auf Wunsch neue Farbkombinationen, wozu nicht nur schwarze und dunkelgraue Tönungen gehören, sondern auch eine „Macadamia“ genannte Farbe, die für ein optisch warmes Interieur sorgen soll. Außerdem verspricht Toyota einen besonders leisen Innenraum: Eine Vielzahl an geräuschdämmenden Materialien plus die auf geringe Vibrationen ausgelegte TNGA-Plattform sollen sowohl den Lärm des Antriebsstrangs als auch Abroll- und andere Außengeräusche von den Insassen fernhalten.

Steifer mit besserem Fahrwerk

Das Chassis der neuen Corolla-Limousine soll 60 Prozent steifer sein als beim Vorgänger. Und während dieser an der Hinterachse noch mit einer Verbundlenker-Hinterachse ausgerüstet war, bekommt das neue Modell ein Multilenker-System. Vorn kommt eine überarbeitete McPherson-Aufhängung mit neuen Federbeinlagern zum Einsatz. Die Stoßdämpfer wurden für beide Achsen neu entwickelt.

Bei der neuen Corolla-Limousine können jede Menge Assistenten den Fahrer unterstützen. So gibt es einen adaptiven Abstandstempomaten, einen Totwinkelwarner und einen Spurhalte-Assistenten, eine Fernlichtautomatik und eine Verkehrszeichen-Erkennung.

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Neuer Motor und erstmals Hybridantrieb

Als Motor kommt in den Varianten L, LE und XLE der 1,8-Liter-Vierzylinder aus dem Vorgänger zum Einsatz, dessen Leistung auf 141 PS gesteigert wurde. In SE und XSE arbeitet ein neu entwickelter 2,0-Liter-Motor. Das neue Aggregat leistet 171 PS bei 6.600/min und generiert ein maximales Drehmoment von 205 Newtonmetern bei 4.800/min. Gekoppelt sind die Motoren an ein überarbeitetes CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission: stufenloses Getriebe). Um das Anfahren zu verbessern, spendiert Toyota dem Corolla auch noch einen echten ersten Gang – erst nach dem Anfahren übernimmt das CVT die Kraftübertragung. Für ein besseres Schaltgefühl simuliert das CVT eine Zehngang-Automatik mit Sportmodus. Bei allen CVT-Modellen ist eine Berganfahr-Hilfe Serie. Für sportlich veranlagte Fahrer gibt es eine neue manuelle Sechsgang-Schaltung mit Drehzahlanpassung beim Runterschalten.

Gänzlich neu im Corolla wird ein Hybridantrieb angeboten. Der stammt nahezu unverändert aus dem Prius, der ja auf der gleichen Plattform aufbaut. Der 1,8-Liter-Verbrenner und die beiden E-Maschinen leisten zusammen 122 PS und sind mit einem CVT-Getriebe gekoppelt. Als Energiespeicher dient eine Nickel-Metall- Hydrid-Batterie.

Ab dem Frühjahr 2019 wird der neue Toyota Corolla als Limousine in den USA ausgeliefert, die Preise werden im März 2019 bekanntgegeben.

Fazit

Karosserie, Innenraum, Fahrwerk und Motor: Die Limousinen-Variante des neuen Toyota Corolla ist an allen Ecken und Enden etwas besser geworden. So dürfte der Japaner auf dem US-Markt weiterhin erfolgreich sein. Und genau für den nordamerikanischen Kunden ist die Corolla-Limousine gemacht, in Deutschland kommt sie nicht in den Handel. Allerdings bricht das Limousinen-Segment auch in den USA gerade zusammen, SUV übernehmen die Marktanteile.

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