04/2019, 2020 Toyota Highlander Toyota Motor Corp.

Toyota Highlander (2019)

Mehr Platz dank neuer Plattform

New York Auto Show 2019

Toyota bringt einen neuen Highlander mit V6- oder Hybridantrieb an den Start. Der SUV mit drei Sitzreihen basiert auf der TNGA-Plattform und hat bis zu 299 PS. Premiere feiert der neue Toyota Highlander derzeit auf der New York Auto Show.

Seit 2001 hat sich der Highlander zu einem der wichtigsten Modelle für Toyota in den USA entwickelt. Nun debütiert auf der New York Auto Show die vierte Generation, die zum Jahresende als 2020er Modell in den Schauräumen der Händler stehen wird. Der neue Highlander basiert auf der Toyota New Global Architecture (TNGA) in der K-Variante, die von den größeren Konzernmodellen wie dem Camry, Avalon und RAV4, aber auch vom Lexus ES genutzt wird.

3,5-Liter-V6 oder Hybridantrieb

Die Plattform nimmt problemlos den 3,5-Liter-V6-Motor des Highlander mit 299 PS und maximal 357 Newtonmetern auf. Das Triebwerk ist an eine Acht-Gang-Automatik gekoppelt. Toyota nennt für diese Motorvariante einen Normverbrauch von 10,7 Litern. In dieser Version ist der Highlander entweder als Fronttriebler oder mit zwei Allradvarianten unterwegs: In den niedrigen Ausstattungslinien L, LE und XLE kann er maximal 50 Prozent der Antriebskraft nach hinten schicken. Die Topmodelle Limited und Platinum verfügen zusätzlich über Torque-Vectoring, das die Power auch radweise verteilen kann. In diesem Fall stehen auch die Fahrmodi „Matsch und Sand“, „Fels und Dreck“ sowie neben einer Bergan- und -abfahrhilfe auch eine Anhängerstabilisierung zur Verfügung.

Toyota Highlander 2019
Toyota Highlander: 3D-Kunst-Installation
40 Sek.

Mit 6,9 Litern auf 100 Kilometer soll die Hybridvariante deutlich sparsamer sein als der V6-Highlander. Sie spannt einen 2,5-Liter-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren zusammen und kommt auf eine Systemleistung von 243 PS. Der Highlander verfügt in der Hybridversion über die vier Fahrmodi Normal, Eco, Sport und EV, wobei in Letzterem nur mit geringen Geschwindigkeiten über kurze Distanzen rein elektrisch gefahren werden kann. An beiden Achsen sitzt je einen E-Motor, aber nur der hintere sorgt zusammen mit dem Benziner für Vortrieb – und außerdem mit dem vorderen dafür, die Batterie im Fahrbetrieb aufzuladen. Dieses Layout macht den Highlander Hybrid auf Wunsch zum Allradler und soll die Reibungsverluste minimieren. Das Batteriepaket sitzt unter den Rücksitzen, weshalb der Laderaum erhalten bleibt.

Bis zu 8 Sitzplätze oder 2.076 Liter Kofferraum

Der beträgt selbst bei dreireihiger Bestuhlung 456 Liter. Ist die dritte Reihe eingeklappt, stehen bis zu 1.150 Liter zur Verfügung. Und bleiben nur die vorderen Sitze stehen, wächst das Fassungsvermögen auf 2.076 Liter – nicht schlecht für ein SUV, das innerhalb des Toyota-Lineups nur die mittelgroße Position bekleidet. Überhaupt wird an Bord des großen Highlander Variabilität großgeschrieben. In der zweiten Reihe lassen die Japaner die Wahl zwischen einer Sitzreihe mit drei Plätzen und einer Variante mit zwei Captain’s Chairs; der Highlander ist also entweder ein Sieben- oder Achtsitzer.

04/2019, 2020 Toyota Highlander
Toyota Motor Corp.
Den zentralen 12,3-Zoll-Monitor gibt es nur in der Topausstattung Platinum.

In den Ausstattungslinien L, LE, XLE und Limited wird der Toyota über einen Acht-Zoll-Touchscreen kommandiert. Nur in der Topausstattung Platinum thront ein 12,3-Zoll-Monitor über der Mittelkonsole. Smartphones können über alle möglichen Schnittstellen-Varianten eingebunden werden, auch WLAN fährt mit. Die Instrumente haben ein analoges Erscheinungsbild, geben ihre Infos aber per Digitalanzeige weiter. Das dazwischen positionierte Info-Display ist zwischen 4,2 und 7,0 Zoll groß. Die Kunststoffe sind weicher ausgeführt als im Vorgänger, je nach Ausstattung nehmen die Insassen auf Stoff-, Kunst- oder Echtledersitzen Platz.

Längenzuwachs um sechs Zentimeter

Die größten Designänderungen des in der Länge um sechs Zentimeter auf 4,95 Meter gewachsenen Highlander zeigen sich an der Front. Der obere Teil des Kühlergrills ist nun sechseckig und deutlich größer als zuvor; dafür ist jener im vorderen Stoßfänger geschrumpft. Das Markenlogo sitzt beim 2020er Highlander in einer Chromspange. Allerdings nur in den Topversionen Limited und Platinum; in niedrigeren Ausstattungen gibt es silberne Akzente. Die Scheinwerfer schließen nun nicht mehr direkt an den Grill an, ziehen sich aber weiterhin weit in die vorderen Kotflügel hinein.

In der Seitenansicht fällt die geschwärzte A-Säule auf, die den Eindruck einer rundum verlaufenden Fensterfläche vermitteln soll. Eine stark ausgeprägte Charakterlinie knickt in der hinteren Tür stark nach oben ab und zieht sich über die ausgestellten hinteren Radläufe, die wie ihre vorderen Pendants zwischen 18 und 20 Zoll große Räder aufnehmen. Der Hofmeister-Knick am hinteren Seitenfenster zieht sich beim Neuling zudem weiter nach oben. Die Rückleuchten sind nun schmaler als zuvor und laufen spitz zu. Außerdem ist die Heckpartie im unteren Bereich deutlich stärker eingezogen als zuvor.

V6 kommt im Dezember, Hybrid im Februar

Beim Modellwechsel ziehen neue Assistenzsysteme in den Highlander ein: der Spurhalteassistent und die Verkehrszeichenerkennung. Über eine automatische Notbremse mit Fußgängererkennung, Abstandsregeltempomat, Spurverlassenswarner mit Lenkeingriff und Fernlicht-Automatik verfügte der SUV zuvor schon. Optional bietet Toyota noch einen Totwinkelassistenten samt Querverkehr-Warner und diverse Parkhilfen an.

Im kommenden Winter rollt der neue Highlander zu den Toyota-Händlern in den USA. Zuerst im Dezember die V6-Variante, im Februar 2020 folgt die Hybridversion. Zu Preisen äußert sich Toyota noch nicht. Eine Orientierungshilfe bietet das aktuell noch erhältliche 2019er Modell, das bei 31.350 Dollar (knapp 28.000 Euro) startet.

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Fazit

Bei einem Beinahe-Fünf-Meter-Auto verbietet es sich eigentlich, von einem Raumwunder zu sprechen. Doch selbst in dieser Größenregion muss man erst einmal Platz für acht Sitze plus ordentlich Gepäck schaffen. Das verdeutlicht das Potenzial der TNGA-Plattform, die künftig eine immer größere Rolle im Toyota-Universum spielen wird.

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