Seriennahe Studie auf der Sao Paulo Motor Show

Der neue Pick-up von VW heißt Tarok

11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 17 Bilder

Die Sao Paulo International Motor Show ist die Leitmesse auf dem für VW so wichtigen südamerikanischen Markt. Deshalb stellen die Wolfsburger dort in diesem Jahr zahlreiche Neuheiten vor – unter anderem die kompakte Pick-up-Studie Tarok.

Der Tarok basiert auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und siedelt sich unterhalb des Amarok an. Wobei: So viel kürzer ist der Tarok gar nicht. Gut 4,90 Meter misst die Mixtur aus SUV und Pick-up, der Radstand beträgt fast drei Meter. Die Vorteile beider Fahrzeuggattungen soll er mit seinem intelligenten Ladekonzept vereinen. Die Ladefläche lässt sich nämlich in den Innenraum verlängern. Dafür muss die Rückwand der Fahrerkabine mit wenigen Handgriffen nach innen geklappt werden. Dadurch verlängert sich die Ladefläche von etwa 1,2 auf gut 1,8 Meter. Allerdings ist noch nicht entschieden, ob es dieses Feature in die Serie schaffen wird.

1,4-Liter-Benziner mit 150 PS

11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show Foto: Thomas Harloff
Der Tarok Concept ist fast fünf Meter lang.

Die Konzeptstudie wird von einem 1,4-Liter-Turbo-Ottomotor angetrieben. Der Vierzylinder leistet 150 PS und kann sowohl mit Benzin als auch mit purem Ethanol oder einem Mischkraftstoff angetrieben werden. Der Motor ist an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt. Die grobstolligen Reifen dienen nur ein bisschen dem Showeffekt. Die Studie verfügt über permanenten Allradantrieb, den es auch in der Serienversion geben wird. Die wird außerdem einen 150 PS starken Dieselmotor bekommen.

Der Innenraum präsentiert sich im typischen VW-Chic. Auffällig ist eine farbige Leiste, die sich horizontal über das Armaturenbrett erstreckt. Die zentralen Elemente des Cockpits sind das glasbedeckte Infotainmentsystem, die Kontrolleinheit für die Klimaanlage und natürlich die digitalen Instrumente, die sich vom Fahrer an die persönlichen Vorlieben anpassen lassen.

Die Serienversion kommt in Kürze

Voraussichtlich 2020 wird die Serienversion des Tarok auf den brasilianischen Markt kommen – und zwar „nahezu unverändert“, sagt VW. Ein paar Herausforderungen sind zuvor aber noch zu meistern. Zum Beispiel, den MQB für Zuladungen von einer Tonne zu ertüchtigen und freie Kapazitäten in den derzeit gut ausgelasteten brasilianischen VW-Werken zu schaffen. Das Potenzial des Neulings ist Volkswagen zufolge zudem so groß, dass das Fahrzeugkonzept auch für andere Regionen vorstellbar wäre. Wo genau, und ob der Tarok auch nach Europa kommt, ist aber noch offen. Genau wie der Preis, der sich am direkten Konkurrenten Fiat Toro orientieren wird. Der kostet zum derzeitigen Umrechnungskurs in der Basisversion etwa 22.000 Euro.

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