10 Jahre Haft für Ex-Daewoo-Chef Kim

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Update ++ Im Zusammenhang mit der bisher größten Firmenpleite in Südkorea ist der frühere Chef des zusammengebrochenen Daewoo-Konzerns, Kim Woo Choong, zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Das Bezirksgericht in Seoul sprach den einstigen Vorzeigemanager des Landes am Dienstag (30.5.) zum Ende des Hauptverfahrens des schweren Betrugs, der Bilanzfälschung und anderer Vergehen für schuldig. Kim muss mehr als 21 Billionen Won (17,4 Milliarden Euro) an unterschlagenem Geld zurückzahlen und eine zusätzliche Geldstrafe von 10 Millionen Won entrichten. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine 15-jährige Haftstrafe für den 69-Jährigen gefordert. Kims Anwälte kündigten Berufung gegen das Urteil an.

Die schwere Strafe sei "unumgänglich", weil die betrügerischen Aktivitäten Kims zum Kollaps des Konzerns geführt hätten, urteilte der Vorsitzende Richter. Die Regierung sei gezwungen gewesen, die Krise bei Daewoo mit großen Summen an Steuergeldern in den Griff zu bekommen. Von dem Vorwurf der Korruption wurde Kim freigesprochen.

Kim wurde zur Last gelegt, die Vermögenswerte des Mischkonzerns aufgebläht, durch die Manipulation von Bilanzen knapp 10 Billionen Won an Krediten erschlichen sowie mehr als 20 Billionen Won auf Auslandskonten verschoben zu haben. Nach sechs Jahren auf der Flucht hatte sich Kim Mitte Juni vorigen Jahres den Behörden gestellt, um nach eigenen Angaben die Verantwortung für den Fall Daewoo zu übernehmen. Das Verfahren gegen Kim hatte sich verzögert, weil er sich einer Herzoperation unterziehen musste.

Die Daewoo-Gruppe war Ende der 90er Jahre unter einem Schuldenberg von etwa 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen. Das einst zweitgrößte Firmenkonglomerat des Landes hatte zu dieser Zeit über 40 Tochtergesellschaften, deren Produktpalette von Autos über Elektrogeräte und Haushaltswaren bis hin zu Schiffen reichte. Der Konzern wurde später zerschlagen. Kim hatte 1967 mit 5.000 Dollar und einer kleinen Textilfirma den Grundstein für sein Wirtschaftsimperium gelegt.

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