150. Geburtstag von Rudolf Diesel - 250 Jahre MAN

Foto: MAN

MAN feiert in diesem Jahr zwei Jubiläen: Den 250. Geburtstag des Unternehmens und den 150. Geburtstags einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Firmengeschichte – Rudolf Diesel.

Am 18. März 1858 wurde Rudolf Diesel in Paris geboren. Er entwickelte bei der Maschinenfabrik Augsburg den Dieselmotor zur Serienreife.

Aktueller denn je: Diesel-Technik im 21. Jahrhundert

Der Trend hin zu Dieselmotoren beweist die Bedeutung der Selbstzünder-Technik. Dieselmotoren sind nicht mehr nur reine Arbeitsmotoren für Nutzfahrzeuge, sondern entwickeln ihr Potential nun auch in Pkw und sogar Luxus-Fahrzeugen. Rudolf Diesel hatte schon früh den Traum, eine Ingenieurs-Karriere einzuschlagen. Er studierte an der Technischen Hochschule München und bestand sein Studium mit der besten Leistung seit Bestehen der Fakultät.

Bei der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg - später MAN – entwickelte er den Selbstzündermotor zur Serienreife. Zuvor hatte Diesel bereits mehrere Patente angemeldet, sein erstes vom 27. Februar 1892 trug den Titel "Neue rationelle Wärmekraftmaschine".

Die Erfindung und Weiterentwicklung des Dieselmotors nach dem Selbstzünderprinzip war ein bedeutender Faktor in der Industrialisierung. Die ersten Schiffsdiesel wurden 1903 eingesetzt, weitere Verwendung fanden die Motoren als Stationäraggregate, in Militär- und Nutzfahrzeugen.

Welche Bedeutung Rudolf Diesel für MAN auch heute noch hat, verdeutlicht Dr. Georg Pachta-Reyhofen, Vorstandsvorsitzender von MAN Diesel: "Rudolf Diesels Erfindung ist die Grundlage unseres Geschäfts und unseres aktuellen wirtschaftlichen Erfolgs. Der Dieselmotor ist auch nach über 100 Jahren immer noch ein hochmodernes Produkt, dessen Effizienz von keiner anderen Wärmekraftmaschine erreicht wird."

Mysteriöse Todesumstände des Ingenieurs 

Rudolf Diesel wurde zum letzten Mal an Bord des Postdampfers "Dresden" am 29. September 1913 gesehen. Er wollte in London an einem Treffen der "Consolidated Diesel Manufacturing Ltd." teilnehmen. Am 10. Oktober des selben Jahres wurde eine Wasserleiche entdeckt und es konnten einige Kleidungsgegenstände geborgen werden. Sein Sohn Eugen Diesel identifizierte die darin befindlichen Gegenstände als die seines Vaters.

Die Angehörigen Diesels gingen von einem Mord aus, eine Verschwörungstheorie basiert auf der Tatsache, dass Diesel seine Technik auch an rivalisierende Nationen Frankreich und England lizensierte, andere vermuten einen Mordauftrag der Ölindustrie, da Diesel bereits eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verfolgte. Manche behaupten sogar, er entwickelte bereits einen Bio-Diesel-Motor.

Aufgrund der miserablen finanziellen Lage des Erfinders wird heute eher von der Freitod-These ausgegangen.

250 Jahre MAN – Ein Stück Industriegeschichte

Die Eröffnung der St. Anthony Hütte in Oberhausen 1758 ist der Beginn der Erfolgsgeschichte von Man. Mit acht Mitarbeitern ging es los, heute beschäftigt der Konzern weltweit rund 55.000 Mitarbeiter. In der Montanindustrie wurde der Anfang gemacht, mit Druckmaschinen, dem Bau der Wuppertaler Schwebebahn und der Antriebstechnik wurde eine Weltmarktstellung erreicht: Nach eigenen Angaben werden etwa 50 Prozent des Welthandels mit MAN-Motoren bewegt.

Die Entwicklung neuer Techniken ist Tradition bei MAN: Mit Rudolf Diesel begann die Massenmotorisierung der Industrie vor mehr als 100 Jahren, im Januar 2008 bekam das Unternehmen den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft für einen Gasmotor mit Hochenergie-Zündsystem verliehen.

"MAN auf Achse" und das rollende MAN-Museum

Die Ausstellung "M.A.N. auf Achse" ist ein Korso von rund 40 historischen Nutzfahrzeugen, der im Juni durch Süddeutschland fahren und an den Produktionsstandorten München, Augsburg und Nürnberg Halt machen wird. Neben den schweren Fahrzeugen lädt ein buntes Rahmenprogramm die ganze Familie ein. Live-Musik und die seltene Gelegenheit mit einigen der historischen Bussen eine Stadtrundfahrt zu erleben, sorgen für gute Unterhaltung.

Los geht es am 6. Juni auf dem Marienplatz in München. Von elf bis 19 Uhr können die Besucher die Nutzfahrzeuge der Marken MAN, Neoplan, Steyr und Büssing besichtigen. In Augsburg wird der Rathausplatz am Tag darauf, 7. Juni (elf bis 15 Uhr), von den schweren Exponaten belegt. Die Abschlussveranstaltung findet in Nürnberg auf dem Hauptmarkt statt. Hier wird von 13 bis 17 Uhr ein Familientag veranstaltet.

Weitere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sind die MAN Oldtimer-Rallye von München über Augsburg nach Nürnberg im Juni 2008 und die Geburtstagsfeier in der Münchener Residenz am 17. Oktober 2008.

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