24h-Rennen Motor Presse News 2010: Renn-Auftakt

Anfangsphase mit Kampf- und Öko-Runden

24h-Rennen Nürburgring 2010 Foto: SB-Medien 30 Bilder

Während Manthey bereits in der ersten Runde die Führung übernimmt, macht die Motor Presse mit einem Skandal auf sich aufmerksam. Weiter geht's mit ausserplanmäßigen Boxenstopps für Klebeaktionen und hoch ökologischen Tank-Kalkulationen.

Bereits in der ersten Runde sorgte der VW Scirocco, auf dem auch auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann unterwegs ist, für Aufmerksamkeit. Das Fahrzeug mit der Startnummer 116 holt sich den Titel für die erste Zeitstrafe im 24-Rennen 2010. Den aufmerksamen Streckenposten ist ein Überholmanöver von Fahrer Wyss während einer Gelbphase nicht entgangen und so folgte eine dreiminütige Stop-and-Go-Strafe in der Box.

Kaum waren die ersten Runden absolviert, ist der Erdgas-Renner wieder im Blickpunkt und im Bereich Aremberg in einer Kollision mit dem BMW Nummer 26 verwickelt. Beim Überrunden des Volkswagens kommt der BMW M3 GT4-Fahrer Dirk Wörner von der Strecke ab und schlägt in der Leitplanke ein. „Ich habe ihn erst gesehen, als er neben mir auf dem Gras vorbeischoss“, erzählt der Schweizer Wyss. Während der BMW auf eigener Achse an die Box rollt und nach einer Arbeitsstunde für das Schnitzer-Team wieder auf die Strecke kommt, fährt der CNG-Scirocco in die Top 40.

Viel besser platziert ist der Manthey-Porsche 911 GT3 R nach den ersten Stunden auch nicht. Obwohl der Einsatzwagen von Geschäftsleitungsmitglied Peter-Paul Pietsch vom 13. Startplatz aus ins Rennen ging, musste er seine Motor Presse-Führungsrolle aufgeben. Ein Loch im Krümmer zwang den Wochenspiegel-911er zu einem ausserplanmäßigen Boxenstopp.

BMW M3 GT4 fährt ohne zusätzlichem Überholprestige an die Spitze

Schnellster aus den Reihen der Motor-Presse-Starter ist der Pirelli-BMW Z4 GT3 von Jochen Übler. Auch wenn eine Kollision in Runde vier den Sportler für eine fünfminütige Karosserie-Klebeaktion an die Box zwang, konnte Fahrerkollege Rudi Adams die magische Top20-Grenze durchbrechen. Mit Platz 21 im Qualifying ist das Team von Dörr Motorsport knapp an der „Blauen Lampe“ der schnellsten vorbeigefahren. Damit müssen die BMW-Piloten auf das überholprestige-steigernde Blinklicht verzichten. „Sie würde dem Wagen gut stehen,“ meint Übler und ergänzt „mit der aktuellen Position 14 hätten wir die Lampe auch verdient.“

Der zweite BMW von Dörr Motorsport läuft ebenfalls überraschend gut, bestätigt sport auto-Redakteur Christan Gebhardt. Von Platz 67 gestartet hat sich der Pirelli-bereifte BMW M3 GT 4 inzwischen auf Rang 39 vorgekämpft. Und obwohl Gebhardt Plätze gut gemacht hat, erfreut die sparsame Fahrweise das Team.

Der Straßen-Porsche 911 GT3 RS ist spritsparend unterwegs

sport auto-Chefredakteur Horst von Saurma nimmt den Einsatz eines Straßenmodells wohl wörtlich. Zumindest überrascht der serienmäßige Porsche 911 GT3 RS mit einen Verbrauch, der den Rennwagen erlaubt elf Runden auf der Piste zu bleiben. „Dabei liegt der Journalist bei den Rundenzeiten nicht hinter den Profis“, lobt die Porsche-Rennleitung den Einsatz. So kann sich der sparsame Straßenrenner wohl in den nächsten Stunden langsam nach vorne fahren – die Top 30 sind bereits geknackt.

Ford Focus RS zeigt seinen  Straßen-Gene

Der Ford Focus RS kann seine Herkunft nicht verleugnen. Das von der FH Köln umgebaute Straßenmodell wurde bereits im Training mit Elektronikproblemen auffällig, die sich bis zum Rennen nicht ganz beseitigen ließen. Zudem fiel im 3. Turn der Ladedruck, weil auf der Start-und-Zielgeraden der Keilriemen riss. In Folge viel die Bordspannung und damit die Servounterstützung aus, sodass sport auto-Redakteurin Anja Wassertheurer nur mit Mühe den Rennwagen in die Box manövrieren konnte. Nach 15 Minuten haben die fleissigen Studenten den Ford aber bereits wieder auf die Strecke geschickt. „Die Schwachstellen sind uns bekannt und die Bewährungsprobe hat der Straßen-Umbau bis jetzt bestens gemeistert, “ lobt die Motor Presse-Pilotin den Kölner, auch wenn die Fehler wohl nicht beseitigt sind. Für die Nacht bedeutet dies: Tempo raus und das Tageslicht sehen – was hoffentlich allen Motor Presse-Fahrern gewährt wird.

Live Abstimmung 5 Mal abgestimmt
Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist ...
... der Jahreshöhepunkt, den man Live erleben muss.
... ein Spektakel, das man besser aus der Distanz betrachtet.
... meine Chance mit den Profis zu fahren.
...interessant wegen den vielen kleinen Privat-Teams.
... ein nettes Rennwochende - nichts Besonderes.
... interessiert mich nicht.
... kenne ich nicht.
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