Fiat/Chrysler Zukunft bis 2023

Marchionne setzt auf Jeep, Alfa und Maserati

Sergio Marchionne Foto: Fiat

Fiat/Chrysler-Boss Serigio Marchionne präsentierte am Freitag (1.6.2018) im Rahmen eines Investoren-Meetings die Zukunft von Fiat/Chrysler. Ein Jahr vor dem Ausscheiden des FCA-Boss setzt dieser auf die Marken Jeep, Alfa, Maserati und Ram. Hier alle Details.

Im Fünf-Jahres-Plan für den Fiat/Chrysler-Konzern spielt die Marke Fiat kaum eine Rolle mehr. Sergio Marchionne setzt stattdessen auf die starken und profitablen Marke Alfa, Jeep, Maserati und Ram. Für diese vier Marken soll es dank neuer Modelle in Zukunft eine deutliche Absatzsteigerung geben, so der FCA-Boss bei der Vorstellung des Programms auf dem Ballocco-Testgelände in der Nähe von Turin.

Jeep bringt Wagoneer zurück

Für 2022 soll, so der Konzernboss, jedes 12. Fahrzeug von der Marke Jeep stammen, aktuell ist es jedes 17. Fahrzeug. Das entspricht einer Steigerung auf rund 3,3 Millionen Fahrzeuge. Damit soll Jeep ein Fünftel des Gesamtmarktes und alle Fahrzeugsegmente des globalen Marktes abdecken. Für Europa wird sich die SUV-Marke von Dieselmotoren verabschieden, vier neue Elektromodelle und 10 Plugin-Hybride stehen dann bis 2022 im Programm. Alle bestehenden Jeep-Modelle werden ab 2021 elektrifiziert.

Zu den Neuheiten bis 2022 gehört unter anderem ein kleiner Jeep im A/B-Segment. Diese soll auf der selben Plattform wie der Fiat 500 oder der Fiat Panda basieren und in Europa – vermutlich im FCA-Werk Pomigliano in der Nähe von Neapel – vom Band rollen. Als weitere Modelle stehen an: die neue Generation des Jeep Renegade, ein Facelift des Jeep Compass, sowie eine neuer Jeep Cherokee und Grand Cherokee. Außerdem wird es einen Pick-up bei der Marke Jeep geben. Im D-Segment gehört noch ein SUV mit drei Sitzreihen und im E-Segment ebenfalls eine SUV-Version mit dritter Sitzreihe zu den neuen Modellen. Gute Nachrichten für Fans richtig dicker SUV: Jeep bringt den Wagoneer und Grand Wagoneer zurück.

Maserati bringt Alfieri auch als Cabrio

Auch bei Maserati werden die Dieselmotorisierungen aus dem Angebot gestrichen. Zudem soll es ein rein elektrisches Modell geben, um Tesla anzugreifen. Die E-Antriebe werden von Ferrari zugeliefert. Insgesamt umfasst das Angebot bis 2022 sechs neue Fahrzeuge. Das Highlight werden der Alfieri sowie dessen Cabrio-Version sein. Beide Modelle soll es auch als reine Elektrofahrzeuge und als Plugin-Hybride geben. Neben einem neuen Maserati Quattroporte, sowie den neuen Generationen des Ghibli und des Levante, wird Maserati auch einen kleinen Plugin-City-SUV auflegen.

Wichtig für die Fans der Marke Chrysler: Sie darf weiterleben! Im Vorfeld hatte es Gerüchte gegeben, die Traditionsmarke aus den USA könnte eingestellt werden. Schließlich trage Chrysler nicht mehr viel zum Konzern-Ergebnis bei und hat lediglich mit dem Chrysler 300 und dem Minivan Pacifica zwei Modelle im Angebot. Allerdings wird Chrysler nur noch auf dem nordamerikanischen Markt erhältlich sein. Gleichzeit wird Marchionne Fiat aus den USA und aus China zurück ziehen.

Alfa kommt mit GTV und neuem 8C

Für die Marke Alfa hat Marchionne ebenfalls einen ambitionierten Plan. Bis 2022 soll es sieben neue Modelle geben, darunter sechs Plugin-Hybride. Zu den Highlights zählen die Neuauflage des Alfa 8C, ein neuer GTV sowie zwei neue SUV – eines im C-Segment und eines im großen E-Segment. Der Alfa 8C wird über ein Carbon-Monoque-Chassis verfügen und von einem Twin-Turbo als Mittelmotor befeuert werden. Die Frontachse ist elektrifiziert. Insgesamt soll der 8C auf über 700 PS Leistung kommen und den Spurt von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden absolvieren. Der GTV trägt das Quattrofoglio-Abzeichen und steht für eine ausgeglichene Lastverteilung. Seine Power soll mehr als 600 PS mit E-Boost betragen. Das Allrad-Modell mit Torque Vectoring bietet vier Passagieren Platz.

Außerdem gibt es bis 2022 ein Giulia-Facelift, ein Stelvio-Facelift sowie eine Version mit langem Radstand und die Faceliftversion der Giulietta. Der Alfa Mito hingegen wird eingestellt.

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