Abgas-Skandal bei Nissan

Fehler bei Abgastests in Japan

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Nissan hat zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Fehler bei Fahrzeugtests eingeräumt. Nach Angaben von Nissan wurden in fünf von sechs Werken in Japan Fehler bei Abgas- und Spritverbrauchsmessungen entdeckt.

„Eine vollständige und umfassende Untersuchung der Fakten einschließlich der Ursachen und des Hintergrunds ist im Gange“, so Nissan. Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus (MLIT) wurde informiert. Aktuell weichen Abgasprüfungen und Messberichte von der vorgeschriebenen Norm ab. So wurden bei einem Drittel der Stichproben die vorgeschriebenen Parameter wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit nicht eingehalten oder nachträglich verändert. Auch die Messgeräte seien nicht korrekt kalibriert. Diese Praktiken sollen sich seit 1979 in den Werken eingeschlichen haben. Allerdings entsprechen die Abgas- und Verbrauchswerte trotzdem den gesetzlichen und internen Standards – mit Ausnahme die des Nissan GT-R, hier ist nach Angaben von Nissan die Überprüfung noch nicht abgeschlossen. Nissan hat eine Anwaltskanzlei mit der Aufarbeitung des Abgasskandals beauftragt.

Zuvor gab es schon im Oktober 2017 Unregelmäßigkeiten bei „Fahrzeugkontrollprozessen“. Hier wurden Fahrzeuge zwischen Oktober 2014 und September 2017 von nicht autorisierten Technikern abgenommen. Renault hält 43 Prozent der Anteile an Nissan.

Unterdessen hat Nissan in einer Stellungnahme auf die Unregelmäßigkeiten in Japan reagiert: „Nissan kontrolliert ständig proaktiv verschiedene Aspekte seiner Geschäftstätigkeiten in Japan. Im Rahmen dieser Compliance-Initiative stellte Nissan kürzlich fest, dass in bestimmten Produktionsanlagen im Rahmen der Fahrzeug-Endabnahme (jap. Kanken) die Abgas- und Verbrauchsmessungen nicht ordnungsgemäß durchführt wurden. Das Unternehmen hat bereits Gegenmaßnahmen ergriffen und bestätigt, dass alle produzierten Fahrzeuge die japanischen Sicherheitsstandards erfüllen. Nissan garantiert, dass die durchschnittlichen Messwerte der Fahrzeuge den Nissan Katalogangaben für die Abgasemissionen entsprechen. Ebenso hat Nissan Protokolle überprüft. Modelle, die einem Stichprobentest unterzogen wurden, entsprechen den Nissan-Katalogangaben hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs. Das bedeutet: Bei den von Nissan veröffentlichten Kraftstoffverbrauchsangaben gab es keine Fehler. Nissan setzt sich für die Förderung und Durchsetzung von Compliance und deren Bewusstsein in allen operativen Bereichen ein.“

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Nissan Datsun der größte Müll auf diesem Planeten.

leopaul 18. Juli 2018, 21:55 Uhr
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