Access by BMW

Per Flatrate zum Lieblings-BMW

BMW M5 (2018) Fahrbericht Estoril Foto: BMW 10 Bilder

Das Auto wechseln wie seine Kleidung? BMW macht das nun in den USA möglich. Per Flatrate-Abo kann man nach Herzenslust zwischen diversen Modellen vom Cabrio bis zum SUV durchtauschen – samt Lieferservice und allen Nebenkosten.

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen, um vor allem die jüngere Internet-Generation in die Neuwagen zu bekommen, sind die Autohersteller erfinderisch. Neben den diversen Carsharing-Programmen haben die Manager nun ein neues Thema entdeckt: die Flatrate. Für einen festen Betrag bekommt man nicht einfach ein Automodell, sondern gleich die halbe Marke. Angefangen hatte Cadillac, Porsche zog nach. Und auch BMW will sich nun an diesem Konzept versuchen, nennt das Programm „Access by BMW“.

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Der Grundgedanke: Ein Kunde zahlt wie beim Abo von Netflix & Co. eine feste monatliche Summe und erhält dafür (beinahe) freie Auswahl. BMW bringt das „Access by BMW“-Programm in zwei Stufen, „Legend“ und „M“. Im Legend-Abo erhält der Kunde den wahlfreien Zugriff auf BMW 4er Coupé und Cabrio, BMW 5er, den Plugin-Hybrid BMW 530e iPerformance, den BMW X5 sowie den X5 xDrive40e iPerformance Hybrid und außerdem den sportlichen BMW M2.

Access by BMW

Etwas mehr Schärfe bekommen die „M“-Abonnenten geliefert, der Name ist Programm. Zur Auswahl stehen der BMW M4 als Cabrio, der neue BMW M5, das M6 Cabrio, der BMW X5M und das SUV-Coupé BMW X6M. Das Programm beginnt zunächst in Nashville und soll später im Erfolgsfall auf das gesamte US-Gebiet ausgeweitet werden.

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Wer eines der beiden Abos abschließt, muss sich praktisch um nichts mehr kümmern. Das zur Tageslaune passende Auto wird einfach per App ausgewählt, ein Service-Mitarbeiter liefert es vor die Haustür und nimmt den nicht benötigten BMW des Kunden in Obhut. Wie oft dabei gewechselt wird, spielt keine Rolle, theoretisch könnte man auch mehrmals täglich ein anderes Modell bestellen. „No Limit“, schreibt BMW folgerichtig. Ob es dabei auch bleiben wird, wenn einige Hardcore-User tatsächlich den Dauertausch ausprobieren?

Alle Kosten inklusive

Das gelieferte Auto ist nicht nur (selbstverständlich) gereinigt und vollgetankt, es wird auch bereits personalisiert angeliefert – mit den passenden Einstellungen für das Fahrzeugsetup oder auch den Wunsch-Radiosendern. Werkstattkosten, Steuern, Versicherung – all das muss den Kunden nicht mehr interessieren, er fährt praktisch einen Mietwagen mit Concierge-Service.

Dass so etwas einen entsprechenden Preis hat, liegt auf der Hand. Das Legend-Paket lässt sich BMW mit 2.000 Dollar bezahlen, für das M-Abo sind 3.700 Dollar fällig. Zum Vergleich: Bei Porsche gibt es für 3.000 Dollar im Monat den Zugriff auf 22 Modelle, Cadillac bietet für gerade einmal 1.500 Euro monatlich neben den Cadillac-Modellen auch zusätzlich noch die Sportwagen Camaro und Corvette im Abo an.

Mercedes probt bereits in Deutschland

Wenn sich dieses Vertriebsmodell durchsetzt, könnte es durchaus auch nach Europa schwappen. Mercedes ist da schon einen Schritt weiter: Im Pilotprojekt Mercedes me Flexperience können ausgesuchte Kunden in Deutschland ein Abo für bis zu zwölf verschiedene Mercedes-Modelle im Jahr abschließen, die Monatsrate deckt alle Neben- und Servicekosten (bis auf Treibstoff) ab.

Neuester Kommentar

Dieses "Car Sharing" Konzept wird sich wohl nicht durchsetzen, die Gründe dürften vielfältig sein:
1. Das ausgewählte Modell muss mehrfach verfügbar sein, "begehrte" Modell werden vermutlich auch die teuren Modelle sein, die dann eben nicht so oft verfügbar sind. Das kann schon recht schnell zu Verdruss führen.
2. Ab einer bestimmten Anzahl von Kunden, wird dieses Geschäftsmodell zum Alptraum, denn die Fahrzeuge müssen ja auch bereitgestellt, gesäubert, konfiguriert, geholt und gebracht werden. Dürfte sich kaum rechnen.
3. Ich als potentieller Kunde, finanziell kein Problem, würde so ein "Sharing" System nicht nutzen, da ich mein Fahrzeug nicht mit anderen teilen will UND auch nicht weiß, wie dieses Fahrzeug von anderen "behandelt" wurde. Gerade bei Hochleistungsfahrzeugen stellt sich mir die Frage, ob z.B. eine der vorherigen Fahrer nicht mit den Reifen über Bordsteinkanten gefahren ist, so dass ich bei über 200 km/h einen Reifenplatzer riskiere. Oder minderwertiges Benzin getankt hat (Super 95 statt Super Plus 98 z.B. oder gar nur 91 Oktan), um ein paar EUR zu sparen, weil es ja doch niemand merken dürfte.

Ich verstehe, dass die Autohersteller nach neuen Vertriebskonzepten suchen aber dieses Konzept reizt mich gar nicht, weil ich an dessen praktischer Ausführbarkeit zweifle. Leider.

Rennteam 10. April 2018, 13:32 Uhr
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