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ADAC EcoTest

Benziner mit Feinstaub-, Diesel mit Grenzwertproblem

ADAC ECOTest Prüfstand Abgasmessung Foto: ADAC 21 Bilder

Der aktuelle ADAC Ecotest liefert alarmierende Ergebnisse. Fast alle getesteten Diesel emittieren mehr als erlaubt, manche Euro 5-Diesel sind sauberer als Euro 6-Modelle und Benziner haben ein Feinstaubproblem.

22.03.2017 Uli Baumann

Der ADAC hat seinen Eco-Test überarbeitet und die Messbedingungen verschärft. Die grundlegende Neuerung für 2016 ist die ergänzende Messung von Emissionen auch auf der Straße. Die RDE-Messung (Real Driving Emissions) ergänzt so die bekannte Rollenprüfstandsmessung.

In der aktuellen Testrunde mussten 38 Diesel-Pkw antreten. Überzeugen nach ADAC-Kriterien konnten lediglich der Mercedes E220 d 9G-Tronic und der BMW 118d Urban Line Steptronic.

Entscheidend für das schlechte Abschneiden der Dieselmodelle ist das teilweise deutliche Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide. Als extremstes Beispiel nennt der ADAC den Renault Capture dCi 90 der mit durchschnittlich 725 mg/km Stickoxidausstoß den Grenzwert um mehr als 900 Prozent überschreitet. Auch bei auto motor und sport-Messungen ist der Franzose schon negativ aufgefallen. Nicht immer sind neueste Modelle sauberer, im Gegenteil: In einigen Fällen weisen moderne Euro-6-Fahrzeuge nach dem ADAC EcoTest höhere Emissionswerte auf als diejenigen der Klasse Euro 5. Dieses Ergebnis ist vor allem vor dem Hintergrund drohender Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Innenstädten von Bedeutung.

Während die Mehrheit der Diesel zu hohe Stickoxidemissionen aufweist, zeigen viele Benzin-Direkteinspritzer unter verschärften Testbedingungen einen deutlich zu hohen Ausstoß an Feinstaub. Beim Opel Corsa 1.0 Turbo ecoFlex Edition wurden zudem erstmals erhöhte Stickoxid-Emissionen festgestellt, was bisher bei Benzinern kein Thema war.

Ergebnisse von Real-AbgastestSprinter ist extrem sauber

Die vorderen Plätze beim ADAC EcoTest belegen derzeit Elektro- und Hybridfahrzeuge (BMW i3, Toyota Prius 1.8 Hybrid Executive, Nissan Leaf Acenta). Auch das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai bekommt die Höchstnote. Fünf Pkw mit Benzinantrieb erreichten vier Sterne und sind damit ebenfalls empfehlenswert. Sauberster Benziner ist der Suzuki Ignis 1.2 SHVS Comfort+, sauberster Diesel der oben erwähnte Mercedes E220 d 9G-Tronic.

Überraschend ist zudem, dass die drei getesteten Fahrzeuge mit Plug-in-Hybridantrieb keine Empfehlung erhalten.

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DI Benziner plus Akku, der an Stationen aufgeladen werden muss, ansonsten muss der Otto ineffizient im Vergleich zum Vollhybrid System den Akku aufladen, führen zu dem Ergebnis.

Man sieht schon an diesem Test ganz gut: Komplett auf Erdgas/Autogas und Elektro setzen würde unsere Abgasprobleme schnell lösen. Mit gewissen Systemen kann man die Gasmotoren noch deutlich effizienter bekommen, da der Lambda-Wert in extremere Richtung gerichtet werden kann.

Bei den DI Benziner fallen mir auch paar Modelle auf, die gar nicht so weit vom 6c Wert entfernt (ab Fiat und Peugeot) oder drunter sind, die müssten nicht mal einen Filter nutzen:

https://data.motor-talk.de/data/galleries/0/447/5154/76363881/partikelausstoss-dis-adac-3718317714257467588.jpg

Shaddix 23. März 2017, 09:21 Uhr
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