Allard J2X Mk 1

Zeitreisender

Foto: Allard 6 Bilder

Der Roadster ist tot, es lebe der Roadster. Nach knapp 50 Jahren lässt Allard den Roadster J2X wieder aufleben. Optisch bleibt der Brite, der jetzt in Kanada gefertigt wird, ganz der Alte. Unter dem Blech herrschen aber moderne Zeiten.

Zwischen 1951 und 1954 fertigte Allard 83 J2X Roadster und ließ sie über die Rund- und Bergrennstrecken Europas und Nordamerikas jagen. Dann verschwand die Marke, um 1999 in Kanada wieder reanimiert zu werden.

Basierend auf moderner CAD-Konstruktionstechnik enstand der neue Allard J2X, der gegenüber seinem Vorbild in den Abmessungen etwas zulegte. Dieses Wachstum ist ein Zugeständnis an das gestiegene Sicherheitsbedürfnis moderner Autofahrer. Nostalgisch bleibt aber die Form des Allard. Freistehende Räder vorn mit separaten Schutzblechen und echte Kotflügel hinten flankieren die zigarrenförmige Grundform des Zweisitzers. Das Ersatzrad trägt der Roadster rechts neben dem Maschinenraum.

Diesen bestückt Allard weiterhin mit V8-Motoren, allerdings stehen jetzt moderne Aggregate aus den Regalen von GM und Chrysler zur Auswahl. Das Hubraumspektrum reicht hier von 5,7 Liter bis zu 6,1 Liter im Hemi-Aggregat. Leistung gibt es nach Kundenwunsch - die Basis wartet aber bereits mit 350 PS auf. Geschaltet wird mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe mit Overdrive-Funktion, optional ist eine Automatik zu haben. Keine Wahl gibt es beim Endantrieb, wo stets die 16 Zoll-Drahtspeichen-Hinterräder im Format 235/60 die gebotene Motorpower umsetzen müssen. Geführt werden diese rundum an Einzelradaufhängungen mit voll einstellbaren Federelementen. Verzögerungsarbeit leisten Scheibenbremsen mit Vierkolbenbremszangen.

Modern wie die Fahrwerkstechnik gibt sich auch die Karosseriebeplankung aus Verbundkunststoffen und Aluminium. Das Interieur gibt sich dagegen wieder klassisch. Ein airbagfreies Holzlenkrad thront vor einem Armaturenbrett aus gebürstetem Aluminium, auf dem sich großflächig sechs analoge Rundinstrumente breit machen. Kleine Windabweiser halten den gröbsten Sturm von den Passagieren fern, lederbezogene Schalensitze diese in Positon.

Nicht ganz so naturverbundenen Besatzungen bietet die Optionsliste eine echte Windschutzscheibe, ein wetterfestes Verdeck sowie ein Hardtop. Puristen können den Allard allerdings schon ab rund 95.000 Dollar ordern.

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