Apple CarPlay, Android Auto und Windows Embedded Automotive

Das beste aus drei Welten im neuen Astra

Opel On-Star Foto: Jochen Knecht 21 Bilder

Ob man das nun gut findet, oder nicht: Wer in der automobilen Zukunft ein Wörtchen mitreden will, braucht leistungsfähige Multimediasysteme. Leistungsfähig heißt in diesem Fall vor allem kompatibel. Wir haben uns das Multimedia-System von Opel inklusive On-Star näher angesehen.

Neuer Opel Astra mit On-Star bietet komplette Lösung

Das Handy passt nicht zum Auto? Heute eher die Regel, als die Ausnahme. Wer sich einen neuen VW Polo zulegt und die Apps auf seinem Smartphone gerne mit auf die Straße nehmen will, tut gut daran, ein Telefon mit Android-Betriebssystem in der Tasche zu haben. MirrorLink, die von VW bislang präferierte Lösung, kann nämlich nur Android. iPhone-Kunden können bis jetzt maximal via Bluetooth telefonieren und ihre Musik ins Auto übertragen (streamen). Vorteile für Kunden teurer Premium-Fahrzeuge? Keine. Wer sich einen BMW 7er ordert, hat im Zweifel das gleiche Problem. Nur andersherum: Das iPhone ist via CarPlay perfekt ins Fahrzeug integriert. Android-Nutzer gucken in die Röhre.

Lösungen? Gibt es. Bei Anbietern alternativer Hardware. Versprechungen gibt es auch. Mercedes will noch in diesem Jahr Googles Android-Auto-Initiative beitreten. Und dann über einen zukünftigen Serieneinsatz entscheiden. VW macht Hoffnung fürs nächste Golf-Multimediasystem. Freuen wir uns also auf die Autos der Zukunft. Und auf den neuen Opel Astra. Der kommt im Herbst zu den Händlern und wird neben dem Telematik-Service OnStar auch Multimedia-Systeme an Bord haben, die sowohl den Android Auto-Standard beherrschen, also auch kompatibel zu Apple CarPlay sind. Offiziell bestätigen mag das in Rüsselsheim noch niemand.

Opel On-Star
CarPlay & Android im neuen Opel Astra 1:32 Min.

Astra-Hardware wechselt automatisch

auto motor und sport hatte allerdings bei einem Besuch im On-Star-Innovations-Lab in Detroit die Möglichkeit, eines der neuen Geräte zu testen. Funktion und Handhabung: kinderleicht. Handy anstöpseln, fertig. Je nach Betriebssystem des Smartphones wechselt die künftige Astra-Hardware automatisch in den passenden Darstellungsmodus. Das funktioniert "on the fly", wie die GM-Techniker nicht ohne Stolz erklären. Also ohne Neustart oder sonstige Kunstgriffe.

Was auch noch keiner sagt: Neben Nutzern mit Android-, bzw. Apple-Smartphone sind auch Windows-Kunden künftig bei Opel herzlich willkommen. Windows Embedded Automotive heißt der Standard, den die neue GM/Opel-Hardware offensichtlich außerdem beherrscht. Auch hier gilt: Offizielle Statements dazu gibt es noch nicht. Die GM-Entwickler weisen aber mit vielsagenden Blicken darauf hin, dass GM als amerikanisches Unternehmen den Ehrgeiz und die Kontakte hat, um mit allen großen Smartphone-Anbieter tragfähige Lösungen zu finden.

Zwischen 350 und 600 Euro kostet die neue Hardware im Opel Astra

Fragen der Datensicherheit, die bei den europäischen Autobauern oft einer schnellen Integration im Weg stehen, hat man bei GM offensichtlich gelöst, bzw. anders priorisiert. Entscheidend für den Erfolg der neuen Systeme, nicht nur im Astra werden vor allem zwei Faktoren sein. Erstens der Preis und zweitens die Möglichkeit, auf Updates zu reagieren. Bei den Kosten für die neue Hardware rechnen wir im neuen Astra mit einer Preis-Spanne von 350 bis 600 Euro. Damit wäre Opel mehr als konkurrenzfähig. Bei den Updates heißt die Lösung On-Star. Der Telematikdienst, der zum Start des neuen Astra auch in Europa Premiere feiert, kann übers Mobilfunknetz und eine fest verbaute SIM-Karte auch für Systemupdates verwendet werden.

Fazit

On-Star und die komplette Integration aller großer Smartphone-Betriebssysteme: Opel zeigt mit den Infotainment-Systemen des neuen Opel Astra der versammelten Konkurrenz die Rücklichter. Ob man damit aber auch wirklich mehr Autos verkauft, muss sich aber erst noch zeigen.

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