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Aston Martin DBS Superleggera (2018)

Alle Bilder und Daten zum Vanquish-Nachfolger

Aston Martin bringt den Nachfolger des Vanquish S. Der heißt künftig DBS Superleggera und bringt damit eine historische Modellbezeichnung zurück. Aber auch der Neue ist ein GT mit V12-Motor. Der leistet satte 725 PS. Wir durften bereits die Sitzprobe machen.

26.06.2018 Uli Baumann, Holger Wittich, Gregor Hebermehl Powered by

Bullig breit und mit einem gigantischen Frontgrill steht der neue Aston Martin DBS Superleggera da, als wolle er die ganze Welt einsaugen. Unten rechts und links an der Front sitzen weitere, transparente Lufteinlässe, die den Blick auf die Ölkühler freigeben, was wunderbar technisch aussieht. In der Fronthaube klaffen zwei große Belüftungsöffnungen – diese sollen optisch unterstreichen, dass unter dieser Haube ein hart arbeitendes 5,2-Liter-Zwölfzylinder-Aggregat sitzt. Viele Bauteile lassen sich gegen Aufpreis aus Karbon bestellen – unter anderem das Dach, die Dachholme und sogar das Front-Logo sowie der Heckschriftzug. Das Frontlogo gibt es gegen einen nicht genannten Aufpreis aus massivem Gold – ein besonders in der arabischen Welt gerne genommenes Ausstattungsmerkmal.

Die Räder haben serienmäßig einen Durchmesser von 21 Zoll. Rundum kommen Karbon-Keramikbremsen zum Einsatz, vorne ein Sechskolben-System mit 410-Millimeter-Scheiben, hinten mit vier Kolben und 360-Millimeter-Scheiben. Als Reifen sind herstellerspezifische „A7“ Pirelli P-Zeros (vorne 265/35 auf 9,5 J und hinten 305/30 auf 11.5 J Felgen) vorgesehen. Die beiden Doppelendrohre rechts und links im Heck machen mit fetten Blenden auf dicke Hose. Der Klang der Abgasanlage lässt sich serienmäßig über Klappen steuern, aber eine Abgasanlage aus Titan kostet extra.

Aston Martin DBS Superleggera
Aston Martin DBS Superleggera im Video (2018) 3:05 Min.

Der Look des neuen DBS Superleggera ist auch das Resultat von aerodynamischen Optimierungen. Der Unterboden ist so ausgelegt, dass er möglichst wenige Verwirbelungen erzeugt, am Heck erledigt diesen Job ein Doppel-Diffusor. Außerdem fließt der Fahrtwind durch die C-Säule und den Kofferraumdeckel zum Heck, der dazugehörige Luftauslass sitzt unter der festen Abrisskante. Ergebnis: Am Heck produziert der Aston bei Höchstgeschwindigkeit einen Abtrieb von 180 Kilogramm, mehr als jeder andere Serienwagen der Engländer bisher. Rennsport-Ingenieur und Aerodynamik-Gott Adrian Newey, der gemeinsam mit dem Formel-1-Team Red Bull und Aston Martin das Hypercar Aston Martin Valkyrie entwickelt hat, war aber nicht an der Entwicklung des DBS Superleggera beteiligt.

Sitzprobe Aston Martin DBS Superleggera

Zum Türöffnen muss man bei Aston Martin erstmal den bündig in der Tür sitzenden Griff herausklappen – die Engländer hatten dieses Feature schon Jahre bevor es Tesla für sein Model 3 mit entgegengesetzter Klapprichtung übernahm. Der Einstieg über die winzigen DBS-Logos auf den Karbon-Einstiegsleisten funktioniert trotz der tief montierten Sitze relativ komfortabel, da das Lenkrad unten abgeflacht ist. Oben ist es ebenfalls abgeflacht, aber anders, was seltsam aussieht. Allerdings fasst sich der Volant wegen seiner griffigen Oberfläche und des dicken Lenkradkranzes super an.

Erstaunlich: Der Sportler vermittelt das Raumgefühl einer Limousine. Vorne haben große Menschen richtig viel Platz und selbst wenn die Sitze weit nach hinten geschoben sind, können im Fond immer noch Kinder bequem sitzen. Aston Martin hat hier die Kundschaft aus Amerika und neuerdings auch Russland klar im Blick. Die Sitze selbst sind bequem und straff gepolstert und bieten guten Seitenhalt, optional gibt es eine Sitzbelüftung. Die Sitzgrafik mit eingenähten Winkeln findet sich auf der Bespannung des Dachhimmels wieder. Die Lenkradsatelliten kommen genauso wie der Drehdrücksteller mit Touchpad in der Mittelkonsole vom Kooperationspartner Mercedes und fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Rechts und links vom rahmenlosen Innenspiegel sitzen die stylischsten Sonnenblenden-Spiegel der Fahrzeug-Branche: Hinter einem leicht gleitenden Slider funkelt ein extrem schmales aber sehr breites Spiegelband – das erinnert irgendwie an Ultra Panavision 70, also an das breiteste aller Breitbild-Filmeformate. Im Cockpit ist alles ergonomisch und super zu erreichen. Eine kleine Überraschung ist die trotz des abfallenden Daches recht gute Übersicht nach hinten.

Aston Martin DBS Superleggera Foto: Aston Martin
Bequeme Sportsitze und viel Platz im Innenraum des Aston Martin DBS Superleggera.

Leichtbau-Chassis

Das Aluminium-Leichtbau-Chassis des DBS Superleggera ist eine Weiterentwicklung des DB11-Chassis. Die Räder an der Vorderachse werden von geschmiedeten Doppelquerlenkern geführt, an der Hinterachse kommt ein Multi-Link-System zum Einsatz. Die adaptiven Dämpfer gehören zum Serienumfang. Sie werden von den drei Modi GT, Sport und Sport+ beeinflusst. Im Vergleich zum DB11 liegt der DBS Superleggera um fünf Millimeter tiefer. Zur Serienausstattung des DBS Superleggera gehören unter anderem schlüsselloser Zugang, eine 360-Grad-Kamera, ein Reifendruck-Kontrollsystem, Einparksensoren sowie ein Einparkassistent. Das Audio-System beherrscht den Übertragungsstandard DAB+ und lässt sich via Bluetooth und USB mit anderen Geräten koppeln. Das Navi ist genauso Serie wie der Wi-Fi-Hub (WLAN-Zugang für mobile Endgeräte). Wer ein bisschen mehr ausgeben möchte, bekommt eine Audioanlage von Bang & Olufsen.

V12-Turbo mit 725 PS

Der 5,2-Liter-Twin-Turbo-V12 sitzt zwar unter der Fronthaube, aber für eine nahezu optimale Gewichtsverteilung (51 zu 49 Prozent zwischen vorn und hinten) ist er niedrig und möglichst weit hinten positioniert. Das Aggregat leistet 725 PS bei 6.500/min und generiert ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmetern auf dem breiten Drehzahlband von 1.800 bis 5.000/min. Damit rast der Engländer in 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h, 100 Meilen pro Stunde (161 km/h) sind nach 6,4 Sekunden erreicht, maximal sind 340 km/h drin. Die Zwischenbeschleunigung von 80 bis 161 km/h (50 bis 100 Meilen pro Stunde) im vierten Gang erledigt der GT in hervorragenden 4,2 Sekunden. Den Verbrauch hat Aston Martin noch nicht endgültig bekanntgegeben – er dürfte im Schnitt bei um die 11,6 Liter pro 100 Kilometer liegen.

Aston Martin DBS Superleggera Foto: Aston Martin
Der 5,2-Liter-V12-Twin-Turbo-Motor leistet 725 PS. Er sitzt weit hinten und unter einer Dreiecks-Domstrebe.

Schalten übernimmt eine Achtgangautomatik von ZF, Gangwechsel kann der Fahrer über feststehende Lenkrad-Schaltwippen auch selbst initieren. Der Gewichtsverteilung zuliebe ist das Getriebe in Transaxle-Bauweise (über der Hinterachse) montiert und über eine Karbonwelle mit dem Motor verbunden ist. Ein mechanisches Sperrdifferential soll die Traktion verbessern, Torque Vectoring soll den 1.693 Kilogramm schweren „Superleggera“ (italienisch für superleicht) handlicher machen.

Aston Martin DBS Superleggera VolanteSupersport-Cabrio als Muletto

Markstart und Preis

Der neue Aston Martin DBS Superleggera ist in Deutschland ab Ende 2018 zu haben, die Preise beginnen bei 274.995 Euro. Die bereits als Erlkönig gesichtete Cabrio-Variante dürfte ein Jahr später auf den Markt kommen.

Technische Daten
Aston Martin DBS Superleggera
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4712 x 1968 x 1280 mm
Hubraum / Motor5200 cm³ / 12-Zylinder
Leistung533 kW / 725 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit340 km/h
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Neuester Kommentar

Wie kommt es eigtl, dass der Herr Superinschénör/Bureaukraft seine Wadlbeißerein werktags nur frühmorgens/spätnachmittags beim WM-Schapiel abfeuern kann?? Haste zwischendrin Handyverbot??

Guest 27. Juni 2018, 21:01 Uhr
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