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Neuer Aston Martin Vantage V8 (2018)

Rennwagenoptik und AMG-V8 mit 510 PS

Aston Martin Vantage V8. Foto: Newspress 29 Bilder

Generationswechsel bei Aston Martin. Nach dem neuen DB11 steht auch die Ablösung für den betagten Vantage in den Startlöchern. Wir saßen schon in dem kleinen Sportwagen, der im Mai 2018 kommen wird.

21.11.2017 Clemens Hirschfeld, Uli Baumann 23 Kommentare Powered by

Aston Martin-Modelle sind seit jeher Designerstücke. Das Problem: Laien konnten bisher kaum einen Einstiegs- Vantage vom Top-Vanquish unterscheiden. Das ändert sich jetzt mit dem neuen Vantage. Dessen Linienführung orientiert sich fortan stark am Sondermodell DB 10, den James Bond-Fans aus Spectre kennen. Kompakte Abmessungen: 4,47 Meter in der Länge, 1,94 Meter breit und 1,27 Meter hoch sowie viele Karbonteile zeigen, dass der Vantage nun mehr denn je ein richtiger Sportwagen sein will.

Frontpartie vom Vulcan inspiriert

Der typische Aston Martin Grill wird wie beim Aston Martin Vulcan von Carbon eingerahmt und nur durch einen ausladenden Splitter von der Fahrbahn getrennt. Die Frontscheinwerfer des Vantage fallen im Verhältnis zur langen Haube sehr klein aus. Die Luftauslässe an den Seiten werden optisch durch schwarze Einsätze mit Wabenmusterprägung betont. Seitenschweller und Dach sind aus Sichtkarbon gefertigt. Die Schokoladenseite des Aston Martin Vantage ist das Heck, das in einem dezenten Bürzel endet und von einer durchgehenden LED-Leiste eingerahmt wird. Es gibt kein ausladendes Spolierwerk. Abtrieb wird lediglich durch besagtes Heckbürzel und den Unterboden samt gefällig geformtem Karbondiffusor erzeugt.

Aston Martin-CEO Andy Palmer positioniert den Vantage bewusst als echtes Fahrerauto für den „Weekend-Warrior“ – also ein Auto, dass am Wochenende auf der Rennstrecke zu Hause ist. Erklärter Gegner ist wenig überraschend der Porsche 911. Ganz nebenbei grenzen die Briten den Vantage damit vom Gran Turismo DB 11 ab, auf dessen Aluminiumchassis das Einstiegmodell aufbaut – Vom DB 11 stammen ansonsten nur Embleme und Türgriffe.

Fahrbericht Aston Martin DB11 V8Basismodell mit AMG-V8 statt V12

Leichter als DB 11 und AMG GT

Mit 1.530 Kilogramm Trockengewicht (plus geschätzten 70 Kilo Betriebsflüssigkeiten) ist der Aston Martin Vantage rund 100 Kilogramm leichter als der große Bruder mit V8 und wiegt sogar etwas weniger als der Antriebsspender AMG GT. Dessen Vierliter-V8-Biturbomotor wird zur Markteinführung 510 PS leisten. Später sollen wie beim AMG-Top-Modell mehrere Leistungsstufen folgen. Bis es soweit ist, wird das Antriebsmoment von 685 Newtonmetern Drehmoment per Achtgangautomatik von ZF an die Hinterräder weitergereicht. Ein elektronisches Sperrdifferenzial und Torque-Vectoring sollen für entsprechend guten Grip in Kurven sorgen. Da der Motor hinter der Vorderachse und das Getriebe vor der Hinterachse sitzt, soll der Vantage perfekt ausbalanciert sein.

Wir öffnen die langen Türen, die leicht nach oben schwenken. Der Innenraum ist deutlich fahrerorientierter gestaltet als im DB 11. Das leicht eckige, unten abgeflachte Lenkrad ist sehr kompakt geraten. Dahinter liegen gut erreichbare Aluschaltwippen. Die Sitzschalen sind straff gepolstert, umklammern den Fahrer mit breiten Wangen. Am Mitteltunnel sind lederne Kniepolster angebracht, die entsprechend der Körpergröße des Fahrers positioniert werden.

Infotainmentsystem von Mercedes

Aston Martin Vantage 2018 Sperrfrist 21.11.17 / 13 Uhr CET Foto: Aston Martin
Im Cockpit erwarten den Vantage-Piloten hochwertige handgearbeitete Materialien und die Elektronik-Architektur von Mercedes.

Digitale Cockpitinstrumente kennen wir aus dem DB 11. In der zerklüfteten Mittelkonsole liegen die Tasten für Fahrwerkskonfiguration und Automatik-Stufen. Hier ist genug Platz für einen Schalthebel, denn auch ein manuelles Getriebe von Oerlikon Graziano wird künftig wieder angeboten – die Italiener bauen unter anderem Doppelkupplungsgetriebe für McLaren. CEO Palmer plant bis zu 25 Prozent der Vantage-Modelle als Handschalter an die „Weekend-Warrior“ – also Kunden die am Wochenende gerne auf der Rennstrecke unterwegs sind – zu verkaufen. Dass die komplette Elektronikarchitektur für den Sportwagen von Daimler stammt, wird am freistehenden hochauflösenden acht Zoll Bildschirm samt Comand-Controller ersichtlich. Auch die Bedienung von Klimaanlage und Navi wurde nahezu 1:1 von den Stuttgartern übernommen, die fünf Prozent am Unternehmen halten.

Typisch Aston Martin ist der hochwertige Materialmix aus Lederhäuten und Alcantra die in Gaydon (England) in Handarbeit vernäht werden und sich in unzähligen Farben und Mustern frei konfigurieren lassen. Wer mehr Geld in den Innenraum investiert, bekommt allerdings nicht zwangsläufig mehr Luxus wie in den größeren Modellen, sondern Materialien die Gewicht sparen. So sind leichtere Teppiche (-3 kg), leichtere Alcantara-Bezüge statt Lederpolstern und Karbondekore erhältlich. Der Raum hinter den Passagieren wächst im Vergleich zum Vorgänger auf 350 Liter. Dass sollte zumindest für den Rennanzug samt Gepäck für den Ausflug zur Rennstrecke reichen.

V12-Biturbo und Vantage Roadster folgen 2019

Laut Aston-Boss Palmer ist auch ein V12 gesetzt. Das Aggregat mit Biturboaufladung wird auch im DB11 angebotenen und leistet dort 608 PS und 700 Newtonmeter. Natürlich gibt es auch eine offene Variante. Der Roadster wird ein faltbares Stoffverdeck erhalten.

Später folgt dann noch die besonders sportliche AMR-Version. Ab 2025 soll zudem jeder Aston Martin als Hybrid verfügbar sein, nur einen Plug-in-Hybriden wird es nicht geben. Zukunftsmusik ist momentan noch ein reiner Elektroantrieb, laut Andy Palmer (CEO) wäre die Plattform des Vantage schon jetzt voll elektrifizierbar. Das E-Knowhow soll übrigens aus dem eigenen Haus und nicht von Daimler kommen. In den Verkauf geht der Aston Martin Vantage ab Mai 2018 zum Basispreis von 154.000 Euro. Allerdings sollen schon rund 80 % der ersten Jahresproduktion ausverkauft sein.

Technische Daten
Aston Martin Vantage 4.0 V8
Grundpreis154.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4465 x 1942 x 1273 mm
Leistung375 kW / 510 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit314 km/h
Verbrauch10,5 l/100 km
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    Da Stimme ich @Bunt vollkommen zu!
    Gran Tourismo - DB11
    Sportwagen - Vantage

    Fabian Schadenbauer 23. November 2017, 06:52 Uhr
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