ATU im Börsenfieber

Die Autowerkstattkette ATU will spätestens bis September an die Börse gehen. Einen genauen Termin nannte der Vorstandschef der ATU Auto-Teile-Unger Holding AG, Werner Aichinger, am Donnerstag (1.4.) allerdings noch nicht.

ATU war erst vor einer Woche wegen des geplanten Börsengangs in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Bis zum Jahr 2014 will das Unternehmen auf rund 800 Filialen wachsen. Derzeit hat ATU 455 Werkstätten in Deutschland, Österreich und Tschechien.

ATU hatte 2003 einen Konzerngewinn von drei Millionen Euro erzielt, im Vorjahr war noch ein Verlust von 17,1 Millionen Euro entstanden. Der Umsatz kletterte um 7,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Im Jahr 2002 hatte der ATU-Gründer Peter Unger 72 Prozent des früheren Familienunternehmens an Doughty Hanson verkauft. Unger hält selbst noch 19 Prozent der Anteile, der Rest wird vorwiegend von den heutigen ATU-Managern gehalten. Bei dem Börsengang will insbesondere der Investor Doughty Hanson wieder Anteile abgeben. Details zu der künftigen Eigentümerstruktur könnten allerdings noch nicht genannt werden, sagte Aichinger.

Verbindlichkeiten reduzieren

Durch die Aktienausgabe will ATU die Verbindlichkeiten reduzieren. "Wir hoffen das Unternehmen nennenswert entschulden zu können", sagte der ATU-Chef. So sollen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 275 Millionen Euro abgelöst werden. Zudem ist auch eine Reduzierung der Bankkredite in Höhe von derzeit 491 Millionen Euro geplant. Nach der Übernahme waren die Bankverbindlichkeiten von ehemals 196 Millionen Euro 2001 stark angestiegen.

ATU hat sich seit der Gründung 1985 zur größten freien Werkstattkette Deutschlands entwickelt und beschäftigt heute 12.300 Menschen. In Zukunft will das Unternehmen eventuell auch in den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich und Italien Werkstätten eröffnen.

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