Audi Allroad-Studie

Mit inneren Werten

Foto: Audi 11 Bilder

Audi präsentiert auf der Auto Show in Detroit eine Allroad Konzept-Studie mit einem neu entwickelten vier Liter großen und 286 PS starken V8-TDI. Gleichzeitig dient die Studie als Technologieträger für die Demonstration neuer elektronischer Assistenz-Systeme.

Bei Audi heißt es, mit der Studie wolle man zunächst die Resonanz beim Publikum prüfen, es gilt jedoch als sicher, dass es auch vom neuen A6 Avant eine höher gesetzte allradgetriebene Version geben wird. Die Studie teilt sich die Rohkarosse und die Proportionen des aktuellen A6 Avant und entspricht mit einer Länge von 4,93 Meter und einer Breite von 1,89 Meter dem Serienbruder. Durch die höhere Bodenfreiheit kommt eine Höhe von 1,52 Meter zustande - ein Plus von 60 Millimeter.

Optisch zeichnet sich der Allroad als Offroad-Vertreter aus, ohne seine Verwandtschaft zum A6 zu verleugnen. Die leicht erhöhte Karosse bildet eine eigenständige Silhouette. Ein Unterfahrschutz aus Edelstahl mit Rippenstruktur, markante Stoßfänger und ausgeprägte Radhäuser, in denen 19 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Breitreifen der Dimension 255/45 ein Zuhause finden, tun ihr übriges. Hauptaugenmerk: der verchromte Singleframe-Kühlergrill und die LED-Hauptscheinwerfer. Auch die Heckleuchten und die Blinker hat Audi in LED-Technologie ausgeführt. Für ein Licht durchfluteten Innenraum sorgt das bekannte Glasschiebdachsystem "Open Sky“, das fast den gesamten Dachbereich einnimmt. Es besteht aus zwei Glas-Segmenten, wovon der vordere Teil elektrisch zu öffnen ist.

Apropos Glas, hier hat Audi seine erste Innovation versteckt. Die Fenster und Außenspiegel sind mit hydrophoben Molekülen beschichtet, die Wasser- und Schmutz-abweisend wirken.

Rußpartikelfilter und Sprinterqualitäten

Für den Antrieb sorgt eine neue TDI-Motorengeneration mit Common-Rail-System und Piezo-Zündung, die aus vier Litern Hubraum 286 PS bei 4.000/min. schöpft. Als maximales Drehmoment stehen dem nach EU 4 eingestuften TDI mit Rußpartikelfilter 650 Nm zwischen 1.600 und 3.000/min. zu Buche. In 6,4 Sekunden soll der Allroad aus dem Stand die 100 km/h-Marke erreichen - bei 250 Sachen macht die Elektronik ein Ende der Beschleunigung. In Sachen Durchzug von Tempo 80 auf 120 sollen nach Audi-Angaben nur 4,9 Sekunden vergehen. Ein Wert, der auf dem Niveau des Audi S4 mit dem 344 PS starken V8 liegen soll. Den Kraftfluss vom Achtzylinder auf alle vier permanent angetriebenen Räder überträgt eine Sechsstufen-Tiptronic.

In Sachen Fahrdynamik und -komfort setzt Audi beim Allroad Concept auf das luftgefederte Fahrwerk, das schon im A6 und A8 zum Einsatz kommt. Es ermöglich dem Fahrer auch die Bodenfreiheit des Modells in vier Stufen zwischen 160 und 210 Millimeter zu variieren.

Drei neue E-Helferlein

Mit drei neue elektronischen Assistenzsystemen will Audi außerdem zeigen, was in ein paar Jahren Einzug in die Serie halten wird. Die Studie verfügt über "Road Vision“, ein System, dass die Fahrbahnart und -beschaffenheit erkennt. Es liefert nicht nur Infos an den Fahrer, sondern auch Daten an das ESP oder die Abstandsregelung "Adaptive Cruise Control“. Mit kombinierter Laser- und Infrarot-Spektroskopie wird die Fahrbahn vor dem Fahrzeug abgetastet. Dabei arbeiten die frequenz-optimierten LED der Frontscheinwerfer als Lichtquelle im Infrarot-Bereich. Die hinter der Frontscheibe angebrachte Sensorik erfasst die von der Straße reflektierten und charakteristisch modulierten Lichtstrahlen. Das System soll so in der Lage sein, nicht nur zwischen nasser und trockener oder vereister Bahn zu unterscheiden, sondern auch Fahrbahnen mit spezifischem Grip wie etwa Beton, verschiedene Asphaltarten oder Schotter zu erkennen.

Als zweites System ist ein Spurhalte-Assistent "Lane Assist“ an Bord, der den Fahrer beim Verlassen der Fahrspur durch Lenkradvibrationen warnt. Dabei erfasst eine nach vorne gerichtete Videokamera - angebracht im oberen Rahmenbereich der Windschutzscheibe - die seitlichen Fahrbahnbegrenzungslinien. Das System ist manuell auszuschalten, es deaktiviert sich jedoch auch kurzzeitig beim Fahrbahnwechsel, durch das Betätigen des Blinkers. Bei kurvigen Straßen oder fehlender Fahrbahnmarkierung schaltet sich das System komplett ab.

Der elektronische Helfer Nummer drei an Bord der Studie ist der "Side Assist“, ein System, das via Radarsensoren den Raum neben und hinter dem Fahrzeug scannt, um den Fahrer - zusätzlich zum Bild des Rückspiegels - auf sich annähernde Fahrzeuge aufmerksam zu machen. Die Sensorik ist auch auf die Beobachtung des toten Winkels neben dem Fahrzeug ausgelegt.

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