Audi-Chef Rupert Stadler

Wir konnten nicht genügend Autos produzieren

Rupert Stadler, Audi-Vorstandsvorsitzender Foto: Audi 30 Bilder

Audi hätte im ersten Halbjahr 2011 trotz des erzielten Absatzrekordes noch mehr Autos absetzen können. Nach Aussage von Audi-Chef Rupert Stadler konnte Audi jedoch, aufgrund von Liefer-Engpässen einiger Zulieferer und Einschränkungen in China, nicht genügend Autos produzieren.

Audi wird im zweiten Halbjahr nochmals zulegen

Stadler zeigt sich im Interview mit auto motor und sport allerdings zuversichtlich, dass Audi im zweiten Halbjahr seinen Absatz noch einmal steigern kann. "Uns fehlen Einheiten, weil einige Zulieferer noch nicht auf dem Kapazitätsstand sind wie vor der Krise", sagte Stadler. "Im letzten Quartal werden wir mit dem Q3 noch zusätzlich etwas drauf legen." Deshalb ist Stadler sicher, auch im Gesamtjahr gemessen an den Absatzzahlen vorne und damit vor Mercedes zu liegen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch zum Schluss die Nase vorn haben werden."

Audi Q3 soll in China für Impulse sorgen

Gleiches gilt laut Stadler auch für China, wo Audi um 28 Prozent zugelegt, der Abstand zu BMW jedoch abgenommen hat. "Durch Produktionsumbauten zur Kapazitätserhöhung waren wir dort in den ersten vier Monaten nicht in der Lage, unser übliches Volumen zur Verfügung zu stellen. Wenn man jetzt allein den Monat Juni sieht, wo wir 27.000 Autos verkauft haben und BMW knapp 20.000, ist der Abstand bereits wiederhergestellt." Zusätzliche Impulse erwartet Stadler in China durch den Geländewagen Q3. "Mit dem Q3 als Importmodell und später aus lokaler Produktion werden wir in China unsere Marktpräsenz zusätzlich ausbauen."

Audi will in den USA eine Fertigung aufbauen

Neben China will Audi aber auch in den USA seinen Marktanteil ausbauen. Dazu werde Audi eine "lokale Fertigung" aufbauen. "Auch die USA bieten für uns noch eine  Riesenchance. Warum sollten wir dort weniger verkaufen als unsere Wettbewerber?" Zum Aufbau einer eigenen Produktion in den USA sagte Stadler: "Es sind noch Entscheidungen zu treffen, aber mit einer lokalen Fertigung werden wir in absehbarer Zeit auch Währungsschwankungen besser ausgleichen können."

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