Rupert Stadler, Audi-Vorstandsvorsitzender Audi

Audi-Chef Stadler

Schärfere CO2-Grenzwerte grob fahrlässig

Audi-Chef Rupert Stadler hat die Politik davor gewarnt, schon jetzt noch strengere CO2-Grenzwerte für die Zeit nach 2020 festzulegen.

"Eine weitere drastische Reduzierung ist nur mit einer weiteren Elektrifizierung möglich. Ich hielte es für grob fahrlässig, wenn die Politik ein neues Ziel vorgibt, bevor wir wissen, wie der Kunde das rein elektrische Fahren annimmt“, sagte Stadler im Interview mit auto motor und sport.

Am Ende entscheidet der Kunde

Autofahren müsse trotz schärferer Grenzwerte und Elektrifizierung bezahlbar bleiben. "Die Automobilindustrie hat bewiesen, dass sie bereit ist, den Weg der Verbrauchsreduzierung mitzugehen und dafür gewaltige Investitionen zu betreiben. Aber alternative Antriebe müssen für den Kunden bezahlbar bleiben“, betont Stadler. Zugleich müssten die Autos den gleichen Alltagsnutzen bieten wie ein Benziner oder Diesel. "Außerdem sehe ich mich als CEO in der Pflicht, die Beschäftigung zu sichern. Wir kommen hier nur im gemeinsamen Diskurs weiter, nicht mit realitätsfernen Vorgaben.“

Dabei attestiert Stadler der Bundesregierung eine gute Zusammenarbeit mit der Autoindustrie. "Ich glaube, dass wir in Deutschland zwischen Politik und Wirtschaft eine sehr gute, intensive und pragmatische Diskussion darüber haben, in welcher Geschwindigkeit wir welche CO2-Reduzierung realisieren können“, lobt Stadler. "Und lassen Sie mich eines klarstellen: Kein Manager und kein Politiker kommt am Ende an den Kunden, an den Bürgern vorbei. Diese entscheiden durch ihr Kaufverhalten darüber, ob dieser Weg mitgegangen wird oder nicht.“

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