Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick

Hersteller sollten sich auf Standards einigen

Foto: Audi 34 Bilder

Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick hat den Wettbewerbern eine stärkere Standardisierung im Automobilbau vorgeschlagen, um die Kosten der Autohersteller besser in den Griff zu kommen.

"Wir müssen einen Weg finden, die gemeinsamen Interessen zu bündeln und auch vieles zu standardisieren", sagte Dick gegenüber auto motor und sport. 

"Darüber reden wir sehr intensiv und müssen lernen, auch einmal über unseren Schatten zu springen. Ich habe das Gefühl, dass sich in dieser Hinsicht in den letzten Monaten viel bewegt hat." Zuletzt hatten die Konkurrenten Daimler und BMW eine stärkere Kooperation angekündigt.

Zu spät ist es laut Dick, den neuen A1 auch in einer E-Version auf den Markt zu bringen. Vom neuen Kleinwagen, der vor allem gegen den Mini antreten soll, wird es laut Dick "in der ersten Generation erst einmal klassisch einen Zwei- und einen Viertürer, den A1 Sportback" geben.

"Eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs würde tiefe technische Einschnitte erfordern. Ob eine größere Serie denkbar ist, ist zurzeit aus technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch offen. Wir können uns aber vorstellen, eine Kleinserie aufzulegen, um die Technologie zu erproben. Das zeigen ja auch die beiden Studien zum A1, die wir gezeigt haben."

Beim künftigen A2 werde Audi dagegen einen Elektroantrieb direkt mit einplanen. Den ersten Elektro-Audi kündigt Dick für 2014 an. "Der Serieneinsatz eines voll elektrischen Fahrzeugs ist nach meiner Einschätzung frühestens 2014 möglich." Der A2 werde allerdings auf bereits vorhandenen Plattformen basieren, um Kosten zu sparen. "Wir werden für einen A2 sicher keinen eigenen Baukasten entwickeln, denn das ist nicht finanzierbar. Da haben wir mit den Möglichkeiten im Konzern eine gute Basis für unsere Fahrzeuge."

Zudem plant Audi eine Variante des VW Up und wird damit noch einen Kleinwagen unterhalb des A1 anbieten, wie Dick bestätigt. "Wir sind noch in der Diskussion über die Rahmenbedingungen. Ebenso wird über die Radstände sowie das Antriebskonzept noch diskutiert. Wir sind auch der Meinung, dass wir gerade in diesem Segment einen reinen Elektroantrieb anbieten sollten."

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