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Audi erweitert in Ungarn

Neue Komplettmontage für Györ

Audi will einem Zeitungsbericht zufolge kräftig in sein Werk im ungarischen Györ investieren und den Standort deutlich erweitern. Nach Informationen des "Donaukurier" hat Audi bereits 20 Millionen Euro in ein Erweiterungsgrundstück investiert, der Aufbau der neuen Komplettmontage selbst dürfte noch einmal rund 850 Millionen Euro kosten.

Rund 1.800 neue Arbeitsplätze würden dadurch entstehen. Am Donnerstag wollte Audi-Chef Rupert Stadler in der ungarischen Hauptstadt Budapest eine Pressekonferenz geben. Das Unternehmen wollte sich zu Einzelheiten der Veranstaltung und dem Bericht zunächst nicht äußern.

Auch Produktion für den US-Markt möglich

Über den Ausbau des Werkes war in den vergangenen Monaten mehrfach spekuliert worden, nachdem sich die Ingolstädter weiteren Grund und Boden rund um den Standort gekauft hatten. Zu den genauen Plänen für die 1994 eingeweihte Fabrik in Györ hatte sich Audi aber nicht geäußert. Bisher werden in der Stadt nahe der Donau Motoren für Audi und den gesamten VW-Konzern gefertigt und einige Modelle wie der TT Roadster und das A3 Cabriolet. Audi beschäftigt in Györ rund 5.600 Menschen. Dem Bericht zufolge könnte künftig auch ein neues Modell etwa für die USA gebaut werden.
 
Auf der Suche nach weiteren Fertigungskapazitäten hatte Audi im Sommer die seit längerem diskutierte Entscheidung für ein eigenes Werk in den USA zunächst auf Eis gelegt. Eine Produktion rechne sich angesichts des Wechselkurses zwischen Euro und Dollar derzeit nicht, hatte Audi-Entwicklungschef Michael Dick im Juni erklärt. Vom Tisch sind die Pläne allerdings nicht. Audi produziert an weltweit sechs Standorten, in den USA allerdings bisher nicht. Die Ingolstädter wollen auf dem hartumkämpften US-Markt deutlich zulegen und haben im Vergleich zu BMW und Mercedes-Benz dort noch einigen Aufholbedarf.
 
Audi war verglichen mit den Rivalen Daimler und BMW glimpflich durch die schwere Branchenkrise gekommen und will in diesem Jahr wieder einen Absatzrekord einfahren. Die VW-Tochter profitiert kräftig von den boomenden Märkten vor allem in Asien. Auch finanziell läuft es für den Konzern rund. Im ersten Halbjahr trug Audi mit einem operativen Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro den größten Batzen zum glänzenden Gewinn der Wolfsburger Mutter bei.

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