Audi plant Öko-Assistenzsysteme

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Audi plant einen elektronischen Verbrauchsberater und eine Navigation, die Wert auf sparsame Strecken legt. Das kündigte der Autohersteller bei einer Veranstaltung in Neustadt (Bayern) an.

Weil der Fahrer den Verbrauch allein mit seinem Verhalten um bis zu 30 Prozent beeinflussen könne, haben die Entwickler den Bordcomputer eines Versuchsfahrzeugs um Funktionen erweitert, die zu einer sparsamen Fahrweise führen sollen. So wird bei diesem System laut Audi neben dem aktuellen und dem Durchschnittsverbrauch auch der durchschnittliche und der kumulierte CO2-Ausstoß im Display angezeigt. Außerdem berechne der Bordcomputer den sogenannten "Komfortverbrauch" und zeige auf, wie viel Kraftstoff etwa der Einsatz von Klimaanlage, Heckscheibenheizung, Gebläse oder Nebelscheinwerfern kostet, sagt Entwickler Thomas Kamla.

Power Glow & Eco-Trainer

Die bislang eher unauffällige Schaltanzeige werde zu einem auffälligen "Power Glow", dessen Schaltvorschläge mit farbigen und pulsierenden Kreisen zwischen Tacho und Drehzahlmesser kaum mehr übersehen werden können. Zusätzlich werden Tipps eingeblendet, die den Fahrer auf Fehler aufmerksam machen und ihm eine sparsamere Strategie empfehlen.

Wie umweltfreundlich sein Fahrstil ist, zeigt dem Fahrer ein "Eco-Trainer" an, der mit einem Punktesystem das Beschleunigen, das Schalten und das Bremsen bewertet.

Angepasstes Navigationssystem

Ebenfalls einen Beitrag zum Sparen soll das Navigationssystem leisten. Im ersten Schritt zeigt es neben der Reisezeit auch den erwarteten Verbrauch in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit an. Für höhere und niedrigere Reisegeschwindigkeiten werden zudem Gewinn und Verlust bei Fahrzeit und Benzinkonsum ausgewiesen, damit Minuten und Liter gegeneinander abgewogen werden können.

Im zweiten Schritt soll es neben der schnellsten oder kürzesten auch die verbrauchsgünstigste Route berechnen. Dabei stützt sich die Wegführung zunächst auf bis zu 25 verfeinerte Straßenklassen, denen ein Durchschnittstempo und ein Durchschnittsverbrauch zugeordnet werden.

Technisch sei die Einführung solcher Systeme kein Problem mehr, sagt Kamla. Allerdings müsse erst die Marktforschung zeigen, welche Informationen man den Kunden zumuten könne, ohne ihnen den Spaß am Fahren zu verderben.

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