Audi ruft 850.000 Autos zurück

Gefährlicher Airbag-Fehler im Audi A4

Audi A4 Foto: Dino Eisele 26 Bilder

Die Steuergeräte der Frontairbags von Audis Mittelklassemodell A4 sind falsch programmiert. Mögliche Folge: Unfälle ohne Airbag-Auslösung. Die betroffenen A4 ab dem Facelift 2012 ruft Audi in die Werkstätten.

Kleiner Fehler, große Wirkung: In 850.000 Audi A4 ab dem Facelift im Jahr 2012 ist ein Parameter in der Crashtyperkennung auf den falschen Wert programmiert. Das kann in sehr speziellen Fällen dazu führen, dass der Frontairbag trotz Unfall nicht auslöst. Es handelt sich allerdings nach Angaben des Herstellers bislang nur um eine einstellige Zahl an realen Verkehrsunfällen der betroffenen Typen, die Audi jetzt innerhalb der werkseigenen Unfallforschung untersuchen will. Ob es dabei zu Verletzten kam, die im Zusammenhang mit dem Softwarefehler stehen, kann der Hersteller derzeit noch nicht sagen.


Rückruf betrifft in Deutschland 150.000 Autos

Der Softwarefehler sei bei internen Untersuchungen an Computersimulationen auffällig geworden und ist laut Audi in der Produktion seit Mitte Oktober (2014) behoben. Die seit dem Facelift ab Modelljahr 2012 ausgelieferten A4 (Limousine, Avant und Allroad) wird Audi via Rückruf über das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in die Werkstätten holen. Alle Halter betroffener Fahrzeuge werden dabei über das KBA angeschrieben und mit ihrem Fahrzeug in die Werkstätten gebeten. In Deutschland sind rund 150.000 Autos betroffen.

Das Einspielen des Softwareupdates im Audi-Service ist eine Minutensache. "Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen oder Airbags geht Audi kein Risiko ein“, sagte ein Sprecher.

Das Jahr 2014 dürfte einen neuen Rekord bei den sicherheitsrelevanten Rückrufen bringen. Nicht nur General Motors musste Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten rufen. Zuletzt mussten auch deutsche Hersteller bei neuen Modellen nachbessern. Opel beim Corsa, Mercedes bei der C-Klasse. Bei beiden Modellen war die Lenkung betroffen.

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