Audi

Sparplan für Fabrik in Brüssel beschlossen

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Die Beschäftigten des Brüsseler Audi-Werks haben nach massiven Entlassungen einem radikalen Sparplan für die frühere VW-Fabrik zugestimmt.

62 Prozent der Arbeiter und 94 Prozent der Angestellten sprachen sich nach Gewerkschaftsangaben vom Mittwoch (18.7.) für eine vereinbarte Kostensenkung um 20 Prozent aus. Die Abmachung zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretern sieht längere Arbeitszeiten und weniger Urlaubstage vor.

Die Nettogehälter blieben unverändert, sagte Jan Vanderpoorten von der sozialistischen Gewerkschaft FGTB der Nachrichtenagentur Belga in Brüssel. Vom Jahreswechsel an verlängert sich die Wochenarbeitszeit der noch etwa 2.000 Beschäftigten mit der Vereinbarung von derzeit 35 auf 38 Stunden. Zugleich bekommen die Arbeitnehmer weniger Urlaub. Außerdem werden die Nacht- und die Wochenendschicht abgeschafft.

Wettbewerbsfähige Bedingungen schaffen

Die Zustimmung der Beschäftigten zu diesen Einschnitten erlaubt es nach dem Dafürhalten der Unternehmensleitung, voran zu gehen. "Wir haben unsere Kostenziele erreichen können und dabei die Einkommen unserer Mitarbeiter so gut wie möglich erhalten, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt", sagte Personaldirektorin Stefanie Ulrich. Neue Premiummodelle wie der geplante Audi A1 könnten so in Brüssel zu wettbewerbsfähigen Bedingungen hergestellt werden, was die Arbeitsplätze in der Fabrik nachhaltig sichere.

Nach den Werksferien werden in Brüssel nur noch der Volkswagen Polo und der Audi A3 gebaut. Der VW-Konzern hatte die Produktion des Modells Golf komplett nach Deutschland verlagert. In Brüssel wurden 3.500 Arbeitsplätze gestrichen. Die Beschäftigten erhielten nach wochenlangen heftigen Protesten für belgische Verhältnisse üppige Abfindungen. Wenn das Werk im Brüsseler Stadtteil Forest 2009 den Audi A1 baut, sollen dort nach Angaben des flämischen Rundfunks VRT rund 2.200 Menschen Arbeit finden.

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