Audi Rückruf wegen Kopfairbag und Kühlmittelpumpe

Eine Million Q5 müssen in die Werkstätten

Audi Q5 2.0 TFSI Quattro, Frontansicht Foto: Achim Hartmann 11 Bilder

Eine Million Audi Q5 sind von einem Rückruf betroffen, weil der Druckspeicher des Kopfairbags von einer nicht funktionierenden Schiebedach-Entwässerung beschädigt werden kann.

Audi muss weltweit eine Million Q5 zurückrufen. Bei Fahrzeugen mit Panorama-Schiebedach kann der Druckspeicher des Kopfairbags wegen einer nicht funktionierenden Entwässerung des Schiebedachs korrodieren. In der Werkstatt wird zunächst der Ablauf des Schiebedachs überprüft und wenn nötig, freigelegt. Um eine Wasseransammlung zu vermeiden, wird die Kartusche des Kopfairbags von Dämmstoff befreit. Wenn nötig, wird ein Korrossionsschutz auf die Kartusche aufgetragen oder das gesamte Modul getauscht.

Rückruf für eine Million Q5

Ist die Kartusche beschädigt, besteht die Gefahr einer unkontrollierten Selbstauslösung, wobei Metallteile in den Innenraum geschleudert werden können. Dieser Rückruf hat nichts mit der Takata-Airbagproblematik zu tun. Vielmehr kann über das optionale Glasdach Wasser an die Airbagmodule gelangen und zu Korrosion führen. Entsprechende Fahlauslösungen sind aus China und Israel bekannt.

In Deutschland schreibt Audi die Halter von 56.000 Q5 an. In Nordamerika sind 270.000 Autos betroffen und in China 570.000. Europaweit müssen 120.000 Fahrzeuge zur Kontrolle in die Werkstätten.

Audi-Rückruf wegen Airbag-Problemen

Nicht auslösende Airbags und Gurtstraffer können bei Audi A7-, A4-, A6- und Q7-Modellen aus dem Modelljahr 2017, Audi Q5 (2018) sowie VW Golf- und Tiguan-Modellen aus dem Modelljahr 2016 zu Problemen führen. Hier kann die Zündauslösung nicht der Spezifikation entsprechen. Betroffen von diesen Problemen sind 5.900 Modelle. Die Airbags stammen von Zulieferer Autoliv.

Kühlmittelpumpe kann blockieren

An rund 343.000 Audi-Modelle mit Zweiliter-Turbobenziner müssen die elektrischen Kühlmittelpumpen überprüft werden. Die Pumpen können blockieren und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. Betroffen sind A5- und Q5-Modelle aus den Modelljahren 2013 bis 2017, A4- und Allroad-Modelle aus den Modelljahren 2013 bis 2016 sowie A6-Modelle aus den Modelljahren 2012 bis 2015. An den betroffenen Modellen soll eine neue Software aufgespielt werden, die bei einer blockierten Pumpe die elektrische Zueltung unterbricht. Der Fahrer wird dann von einer Kontrollleuchte gewarnt.

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