Auto-Manager

Auf dem Leistungs-Prüfstand

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Seit dem Jahr 2000 bewertet auto motor und sport die Leistung der Vorstandschefs deutscher Automobilkonzerne. Was leisteten Wiedeking, Winterkorn, Reithofer & Co. in 2008? auto motor und sport-Redakteur Harald Hamprecht darüber, was (sich) die Vorstandschefs der deutschen Automobil-Konzerne im vergangenen Jahr alles geleistet haben.

Er ist der Ausnahme-Athlet der Autobranche: Wendelin Wiedeking (56) ist mit 16 Jahren im Amt der dienstälteste Vorstandschef der Branche, mit einem geschätzten Jahresgehalt von 80 Millionen Euro der bestbezahlte und - beim Blick auf die Bilanz - auch der erfolgreichste.

Seitdem auto motor und sport im Jahr 2000 die Manager-Beurteilung gestartet hat, sahnte er jedes Jahr fünf Sterne ab. Und daran ändert sich auch 2008 nichts. Gleichwohl wird 2009 für ihn zur Härteprobe, denn auch Porsche kann sich der Konjunktur- und Finanzkrise nicht entziehen. Zudem stehen die Übernahme und Integration des VW-Konzerns ebenso wie die Einführung des Flaggschiffs Panamera an.

Fünf Sterne für Winterkorn

Zum ersten Mal in seiner Rolle als VW-Konzernchef erhält auch Martin Winterkorn (61) fünf Sterne im auto motor und sport-Urteil. Er profitiert - gerade im Hinblick auf die Produktivität der Werke - immer noch von den harten Einschnitten seines Vorgängers Bernd Pischetsrieder und dessen rechter Hand Wolfgang Bernhard. Zugleich zeigt sich, dass das Lebenswerk von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, einen Neun-Marken-Konzern zu schaffen, gerade in stürmischen Zeiten zur Stabilität beiträgt.

Unabhängig davon hat "Wiko" es geschafft, den Konzern zum drittgrößten Autobauer nach GM und Toyota zu machen und dabei die Profitabilität zu steigern. Das Feuerwerk an Produktneuheiten, die für 2009 in der Pipeline sind, wird der Konkurrenz das Leben nicht erleichtern. Audi-Chef Rupert Stadler (45) hat zwar noch keine großen eigenen Impulse gesetzt, allerdings auch keine Fehler gemacht. Jetzt muss er zeigen, dass er bis 2015 den Absatz von einer auf 1,5 Millionen Einheiten steigert - und damit zu Mercedes und BMW aufschließt.

Armutszeugnis für Zetsche und Reithofer

Mercedes-Chef Dieter Zetsche (55) wird bei den Verkäufen mit etwas Glück auf Vorjahresniveau abschließen. Die Bilanz konnte er 2008 nicht aufpolieren: Das CORE-Programm, das erst im Herbst 2007 endete und 10.000 Arbeitsplätze kostete, hat aber offensichtlich nicht gereicht. Deswegen hat Zetsche jetzt "Go for Ten Effizienz" gestartet. Mit einer Gewinnwarnung hatte er zuvor ebenso die Märkte geschockt wie BMW-Boss Norbert Reithofer (52), der 8.100 Arbeitsplätze abbauen musste. Ein Armutszeignis, dass Reithofer und Zetsche es nicht schaffen, ihre Kooperationsgespräche endlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Ford-Chef Bernhard Mattes hat in Deutschland einen größeren Absatzzuwachs als VW verzeichnen können. Mit der "Flatrate" und frischen Produkten gelang es den Kölnern, endlich wieder mehr Privatkunden anzusprechen.

Opel vor Ford

Obwohl die Rivalen aus Rüsselsheim einen Rückgang der Verkäufe in Deutschland um fast neun Prozent verbuchen mussten, erfreuen sie sich beim Marktanteil immer noch eines deutlichen Vorsprungs zu Ford. Die Krise der US-Mutter General Motors erschüttert auch Europa. Trotzdem ist es Opel-Geschäftsführer Hans Demant gelungen, mit dem neuen Insignia Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu machen.

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