auto motor und sport im neuen Design
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auto motor und sport-Kongress - Schlusswort Jürgen Hubbert

"Better Place ist tot, bevor es begonnen hat"

Jürgen Hubbert auto motor und sport-Kongress Foto: Beate Jeske 42 Bilder

Jürgen Hubbert lieferte das Schlusswort und die Zusammenfassung des auto motor und sport-Kongresses. Der ehemalige Mercedes-Chef sieht in der Zukunft einen Wettbewerb um die verbleibenden Ressourcen entbrennen.

Dieser könne dazu führen, dass individuelle Mobilität für viele Menschen unbezahlbar wird. „Daher sehe ich die jüngste Aussage von Bundespräsident Horst Köhler, den ich sehr schätze, sehr kritisch“, so Hubbert.

Prof. Jürgen Hubbert - Kongress 2010 27:12 Min.

Jürgen Hubbert: „Keine Alternative zur Verbauchsreduzierung“
 
Das Ergebnis des Kongresses von auto motor und sport war für Jürgen Hubbert klar: „Es gibt keine Alternative zur Verbrauchsreduzierung“. Nach Meinung von Hubbert, der aktueller  Vorsitzender der Häussler-Gruppe ist, werden auch in Zukunft mehrere Antriebskonzepte nebeneinander existieren, darunter sowohl Elektro-, Brennstoffzellen- als auch Verbrennungsantrieb. Eine kurzfristige Umstellung auf den Elektroantrieb wird es nach seiner Meinung nicht geben.

Daher kommt der kontinuierlichen Optimierung der konventionellen Verbrennungsmotoren eine sehr große Bedeutung zu, so Hubbert. Aktuell liege der Flottenverbrauch der deutschen Hersteller bei durchschnittlich 124 Gramm CO2 pro Kilometer. „Hier scheint eine weitere Reduzierung um rund 30 Prozent möglich.“
 
Dabei rücke vor allem das Thema Downsizing in den Vordergrund. So wird Mercedes in Kürze in der Mercedes S-Klasse einen Vierzylinder-Motor anbieten. „Dies wäre früher undenkbar gewesen“, so das ehemalige Vorstandsmitglied der Daimler-Gruppe.
 
Better Place: Hubbert sieht in den Kosten ein zentrales Ausschlusskriterium

Bezogen auf die Podiumsdiskussion, an der unter anderem auch Shai Agassi teilgenommen hatte, äußerte Hubbert jedoch Zweifel an der Realisierbarkeit des Konzeptes von Better Place: „Ich hätte gern mit Herrn Agassi darüber gesprochen, wie er sich das mit den Kosten vorstellt. Denn er muss ja viele Akkus vorhalten, die zum Austausch bereit stehen. Daher ist das Konzept eigentlich schon tot, bevor es begonnen hat.“ Zudem wies Hubbert in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Batterie für ein E-Auto bei hohem Ladestrom mindestens 20 Minuten geladen werden müsse. Die Frage, wie das Better Place-Konzept auch im Hinblick auf diese Tatsache funktionieren solle, sei nach Meinung von Hubbert ebenfalls nicht hinreichend geklärt.
 
Fest steht für das ehemalige Daimler-Vorstandsmitglied indes, dass die Entwicklung ganz klar in Richtung Elektromobilität geht. Diese Entwicklung laufe jedoch zwangsläufig in mehreren Stufen ab. Es gelte, noch zahlreiche offene Fragen zu klären und Probleme zu lösen, bevor eine Massen-Elektromobilität realisierbar sei. „Dies sind die Themen Leistung, Lebensdauer, Kosten, Energie und Sicherheit.“ So lägen die Kosten für eine Batterie mit einer Kapazität von 15 kW/h derzeit bei bis zu 21.000 Euro.

Hubbert: Von bezahlbaren E-Autos sind wir meilenweit entfernt

Hubbert betonte, dass die Reduzierung des Energieverbrauchs in allen Bereichen – nicht nur im Automobilbau – ein absolutes Muss sei. Um Elektro-Massenmobilität zu realisieren, führe in der Zukunft kein Weg an Kooperationen vorbei. Dabei würden zunehmend auch neue Wettbewerber das Marktgeschehen mitbestimmen. „Daher müssen jetzt alle Hersteller den Wettbewerb annehmen. Ob sie ihn auch alle überleben werden, vermag ich nicht zu sagen“, so Hubbert. Er sprach sich jedoch klar für eine Standardisierung der Batterietechnologie aus. Zudem müsse die Verunsicherung vieler Menschen aufgelöst werden, die denken, dass es schon morgen E-Autos zu vertretbaren Preisen zu kaufen geben wird. „Davon sind wir derzeit noch meilenweit entfernt“, so Hubbert.

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