Foto: Daimler-Chrysler

Autobranche

Kein Massen-Jobsterben

Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert hat Prognosen über einen möglichen Verlust von 230.000 der 770.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie zurückgewiesen.

Diese in Studien genannte Zahl sei Unsinn, sagte der Manager am Dienstag (7.12.) in Frankfurt auf der Fachtagung "Die Automobilindustrie 2005".

Allerdings müssten Konzerne, Politik und Beschäftigte auf vielfältige Herausforderungen reagieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. "In unserem Land fehlt es nicht an Reformen, es fehlt an Führung." Hubbert sprach sich für längere Arbeitszeiten aus: "Wir werden in der einen oder anderen Form zur 40-Stunden-Woche zurückfinden."

Mit einer weiteren Konsolidierung und größeren Übernahmen in der Branche rechnet der frühere Mercedes-Chef auch wegen wettbewerbsrechtlicher Hürden nicht. Die Zukunft liege in Kooperationen. Hubbert betonte, die klassischen Absatzmärkte USA, Europa und Japan würden weiter an Bedeutung verlieren. Bis 2014 werde ihr Anteil am Weltmarkt von 78 auf 60 Prozent sinken. Allerdings werde dank China der Markt insgesamt kräftig wachsen, von derzeit jährlich 46,5 Millionen auf geschätzte 60 Millionen Autos im Jahr 2014.

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