Autohersteller

Optimismus für 2003

Trotz schwacher Konjunktur und verunsicherter Verbraucher will die Automobilbranche 2003 wieder schwungvolle Fahrt aufnehmen.

Trotz schwacher Konjunktur und verunsicherter Verbraucher will die Automobilbranche 2003 wieder schwungvolle Fahrt aufnehmen. Ob VW, BMW oder Mercedes, Renault oder Peugeot-Citroën – die Konzernchefs der großen Marken zeigten sich vor dem Automobilsalon in Paris optimistisch. „Für den europäischen Automobilmarkt können wir die skeptische Sicht einzelner Beobachter nicht teilen. Nach dem Rückgang von voraussichtlich 4 bis 5 Prozent im laufenden Jahr rechnen wir für 2003 mit einer Stabilisierung des Marktes. Die fundamentalen Daten sind positiv“, unterstrich Jean-Martin Folz, Chef des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroën, in der Tageszeitung „Le Figaro“ vom Mittwoch (25.9).

Als weltgrößte Publikumsmesse der Branche soll Paris die notwendigen Impulse für eine Nachfragebelebung liefern. Mehr als 1,4 Millionen Besucher werden vom kommenden Samstag an zur „Mondial de l'Automobile 2002“ erwartet, die in diesem Jahr mehr denn je als Branchenbarometer gilt. Präsident Jacques Chirac will die Messe am Freitag eröffnen, die bis zum 13. Oktober läuft.

Hersteller trotz Flaute optimistisch

„Wir halten an unserem Ziel fest, weltweit in diesem Jahr 3,25 Millionen Autos zu verkaufen und den Absatz bis 2004 auf 3,5 Millionen zu steigern“, bekräftigte Folz. Auch Renault-Vorstandsvorsitzender Louis Schweitzer gab sich vor der Messe zuversichtlich und unterstrich, er rechne mit einer Stabilisierung des Autoabsatzes in Europa. „Es läuft schon in einigen Ländern sehr gut wie beispielsweise in Großbritannien, aber insgesamt noch nicht richtig rund“, beschrieb ein Automobilanalyst in Paris die Entwicklung. „Bislang hat die Konjunkturschwäche vor allem die Massenhersteller getroffen, während die Anbieter in der Oberklasse deutlich besser da stehen.“

Mercedes-Benz konnte so im laufenden Jahr seine Prognose nach oben revidieren und rechnet für die gesamte Marke mit einem Absatz auf Vorjahresniveau von 1,15 Millionen Autos. Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder sprach von einem Aufschwung im kommenden Frühjahr. BMW-Chef Helmut Panke kündigte für den bayerischen Konzern neue Rekordwerte beim Absatz, Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr an. Beim Absatz mit den Marken BMW und Mini will der Autobauer erstmals die Millionenmarke überschreiten.

VDA: Autokonjunktur stabilisiert sich

Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt/Main, sagte am Mittwoch zur Lage am deutschen Markt: „Wir rechnen zwar nicht mit einem goldenen Herbst, aber mit einer Fahrt bei stabilem Tempo für die Automobilkonjunktur. Die deutsche Automobilindustrie geht mit Zuversicht und gut gerüstet in die vor uns liegende Phase.“ Für das gesamte Jahr geht der VDA weiter von einem Absatzrückgang um 4 Prozent auf 3,2 Millionen Autos für den deutschen Markt aus.

Als große Unsicherheit schätzen die Hersteller aber die Entwicklung des Öl- und damit des Benzinpreises angesichts des Irak-Konfliktes ein. Der für Mercedes-Benz zuständige Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert schränkte denn auch ein, dass die Auswirkungen eines möglichen Krieges im Irak auf die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht zu unterschätzen seien.

Paris: Ein Fest für Auto-Fans

Für Automobilfans soll Paris trotz aller Unsicherheiten aber „ein wahres Fest“ werden. Davon ist nicht nur PSA-Chef Folz überzeugt. Peugeot, Citroën und Renault wollen wie die deutschen Hersteller mit ungewöhnlichen Modellen bei dem Automobilsalon glänzen. Premiere feiern unter anderem die sportlichen Geländewagen Porsche Cayenne und der VW Touareg sowie der neue BMW-Roadster Z4. Audi zeigt sein neues Flaggschiff A8 und Daimler-Chrysler seine Luxus-Limousine Maybach. Ein Leckerbissen – für viele aber wohl nur zum Anschauen – ist auch der Ferrari-Enzo zum Preis von 675.000 Euro.

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