Foto: Ford

Autokonjunktur

Rückschlag im Mai

Die deutsche Autoindustrie hat wegen hoher Benzinpreise und Diskussionen über weitere Belastungen der Autofahrer bei den inländischen Auftragseingängen einen Einbruch erlitten.

Im Mai lagen die Inlandsbestellungen 18 Prozent unter dem Volumen des Vorjahresmonats, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag (7.6.) in Frankfurt mitteilte. Ursachen seien die hohen Spritpreise, die Diskussion über eine Pkw-Maut und zusätzliche Steuern. All dies verunsichere die Autokäufer.

Export steigt um drei Prozent

Seit Anfang 2004 seien die Aufträge um zwei Prozent zurückgegangen. Aus dem Ausland gab es im Mai einen Anstieg der Auftragseingänge um ein Prozent, im bisherigen Jahresverlauf bleibt das Plus bei vier Prozent.

Nach Angaben des VDA verringerte sich der Pkw-Absatz in der Bundesrepublik im Mai 2004 um geschätzte acht Prozent auf 282.000 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten fünf Monaten seien in Deutschland mit 1,34 Millionen Autos 2,5 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen worden. Damit ist die deutsche Autokonjunktur der vergangenen Monate aus Sicht der Industrie beendet.

Der Export stieg im Mai 2004 im Vergleich zu 2003 um drei Prozent auf 296.000 Autos. Seit Anfang des Jahres lieferten die deutschen Hersteller nach eigenen Angaben mit 1,6 Millionen Fahrzeugen drei Prozent mehr PKWs ins Ausland. Die Inlandsproduktion übertreffe mit 2,2 Millionen Fahrzeugen bis einschließlich Mai die Zahl aus dem Vorjahr um ein Prozent. Nach Angaben der Autoindustrie bewegt sich das Fertigungsvolumen in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau und stabilisiert die Beschäftigung in der Autoindustrie.

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