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Leserwahl Autonis 2020

Das sind die schönsten Autos des Jahres

Mehr denn je macht gutes Design den Unterschied, ob ein Auto bei potenziellen Käufern ankommt. Insgesamt 16 182 Teilnehmer haben bei unserer Wahl autonis abgestimmt und ihre Favoriten unter den 102 Neuerscheinungen der letzten zwölf Monate gekürt.

Tusch, Fanfare, Trommelwirbel: Und der Gewinner ist … Nein, diesmal ist alles anders. Obwohl der autonis als Preis für das am besten ankommende Design in diesem Jahr zum 20. Mal ausgelobt wurde und sich über 2000 Leser mehr als im Vorjahr die Zeit nahmen, um die 102 seit der letzten Wahl neuen oder renovierten Modelle zu beurteilen, gibt es wegen der Corona-Lage erstmals keine Feier zur Übergabe der Preise. Dennoch war die Freude der Sieger über die renommierte Auszeichnung groß (https://www.auto-motor-und-sport.de/autonis2020).

Ansonsten lief das Prozedere nach bewährtem Muster. Gewählt wurde in zehn Klassen von den Mini Cars über Sportwagen und SUV bis zu den Vans, wobei jeweils neben den beiden schönsten auch bis zu zwei Modelle genannt werden konnten, deren Design weniger gefiel. Wenn eine Form etwa auf 3,2 Prozent Zustimmung und 12,1 Prozent Ablehnung stößt, errechnet sich dadurch ein Gesamtwert von minus 8,9 Prozent. Den besten Einzelwert erzielte übrigens der Audi A5 als Coupé und Sportback mit 36,3 Prozent in der Mittelklasse.

Audi: fünf von zehn Siegen

Überhaupt – bei dieser Wahl räumte die krisengebeutelte Marke groß ab und strich noch vier weitere Klassensiege ein. So liegt der A1 Citycarver bei den Kleinwagen klar vor dem Mini Cooper SE und der A3 bei den Kompakten vor dem BMW Zweier Gran Coupé. In der Oberklasse platzierten die Teilnehmer den RS 6 vor dem BMW Achter Gran Coupé, und bei den kompakten SUV lässt der Q3 Sportback den Cupra Formentor sowie alle weiteren Neuheiten hinter sich. Kein Wunder, dass sich Designchef Marc Lichte riesig freut, denn: "Design ist bei Audi Kaufgrund Nummer eins. Mit dem autonis geben Sie uns hier wieder einmal eine wichtige Bestätigung."

Mazda CX-30
Mazda
Unter allen Wahlteilnehmern wurde diesmal ein Mazda CX-30 X 2.0 M Hybrid AWD Selection mit 180 PS, Allradantrieb sowie Sechsstufenautomatik verlost – in Magmarot metallic mit schwarzer Lederausstattung. Der Gewinn im Wert von 39.390 Euro geht an Herrn Bernd Nocken aus Düsseldorf.

Nach dem gelifteten Fiat 500 im Vorjahr steht nun die neue Elektro-Version des italienischen Kultmobils bei den Mini Cars ganz oben in der Lesergunst, was Roberto Debortoli von Fiat Deutschland mit dem "einzigartigen Charme und ikonischen Design" dieses Autos erklärt. Niccolò Biagioli, sein Kollege von der Schwestermarke Alfa Romeo, erhält den begehrten Designpreis in der Kategorie der großen Geländewagen und SUV für den Stelvio und bekennt: "Es macht uns stolz, dass das typische Alfa-Romeo-Design die deutschen Autofans regelmäßig begeistert."

Auch Porsche kann sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen, denn nach dem 911 im Vorjahr holt nun die neue Turbo-Version die Trophäe bei den Sportwagen. Designchef Michael Mauer sieht den anhaltenden Erfolg des Klassikers darin begründet, dass "wir eine über 50 Jahre alte Idee über die Jahre immer wieder neu erfunden haben, ohne die Design-DNA aus den Augen zu verlieren". Bei den Cabrios verteidigt hingegen Aston Martin seinen ersten Platz – nach dem DBS Volante 2019 jetzt mit dem Vantage Roadster. Da hat das kleine Designteam um Marek Reichman offenbar wieder Großes geleistet.

Bleibt noch die Van-Wertung, die der Ford S-Max mit 33,8 Prozent vor dem ebenfalls aufgefrischten Renault Espace (19,3) und dem eigenen Markenbruder Galaxy (14,9) gewinnt. Hans Jörg Klein, Marketing- und Verkaufschef der Kölner, ist besonders stolz auf den aktuellen S-Max, weil er "sportliches Design mit anspruchsvollen Technologien zu einem hohen Kundennutzen verknüpft". Zumindest Ersteres kann man ja generell von Vans eher nicht so erwarten.

Überraschung als Prinzip

In den übergeordneten Kategorien liegen allerdings zwei andere Marken vorn. Wie im Vorjahr erringt Mercedes die Pole-Position für "Bestes Innenraumdesign", während die Stuttgarter als "Beste Designmarke des Jahres" von BMW überholt werden. "Im Mittelpunkt unseres Designs stehen immer der Kunde und sein emotionales Erlebnis mit unseren Produkten", erläutert BMW-Designchef Domagoj Dukec die Philosophie des Hauses und ergänzt: "Mit ikonischen Merkmalen wie der Doppelniere oder dem Vieraugengesicht führen wir Traditionen fort, überraschen jedoch auch immer wieder aufs Neue."

Autonis 2020: Designmarke des Jahres

Platz Marke Zustimmung (in %)
1. BMW 11,4
2. Mercedes 11,0
3. Audi 9,1
4. Porsche 7,6
5. Mazda 7,3
6. Alfa Romeo 6,6
7. Aston Martin 4,4
8. Cupra 3,6
9. Volvo 3,5
10. Jaguar 2,9

In der Einschätzung der Wahlteilnehmer liegt BMW indes mit 20 Prozent nur auf Platz zwei, wenn es um die Frage geht, bei welcher Marke sich in den letzten fünf Jahren beim Design am meisten getan hat. Mit dem Spitzenwert von 29 Prozent Zustimmung wird Mercedes in dieser Hinsicht als deutlich stärker wahrgenommen, während nur 5 Prozent der Marke aktuell das beste Design bei Elektroautos bescheinigen. Da behauptet Tesla mit 32 Prozent weiter klar die Spitze vor Porsche und Audi (jeweils 11 Prozent), und immer noch 19 Prozent erwarten, dass die Modelle der US-Marke auch in fünf Jahren das beste Design bei Elektroautos haben werden.

Autonis 2020: Bestes Innenraumdesign

Platz Marke Zustimmung (in %)
1. Mercedes 20,7
2. Audi 17,8
3. BMW 15,7
4. Porsche 7,4
5. Volvo 5,4
6. Bentley 4,5
7. Mazda 2,6
8. Rolls-Royce 2,6
9. Volkswagen 2,6
10. Tesla 2,5

Dabei stimmen nur 32 Prozent der Meinung zu, dass sich E-Autos im Design klar von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unterscheiden sollen. Außerdem denkt die Mehrheit (54 zu 46 Punkten), dass das Innendesign von Autos in Zukunft wichtiger wird als das Außendesign. Unabhängig davon steht jedoch fest, dass die Bedeutung des Designs weiter wächst und höchste Priorität genießt. Der Fünffachsieg gibt Audi recht und Mut, wird aber kaum zu toppen sein. Denn nach der Wahl ist vor der Wahl – egal ob mit oder ohne Feier.

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