Autosalon Genf

Von Luxus, Leistung und sauberer Luft

Foto: Edag

Es geht los: Am 8. März hebt sich in Genf der Vorhang zum 77. Automobilsalon. 58 Hersteller treten an zur großen automobilen Leistungsschau, die in Genf mehr als andernorts zwischen Luxus und Leistung angesiedelt ist. Allerdings: In der bevorstehenden Ausgabe dürfte CO 2 das meist zu hörende Wort werden.

Der Automobilsalon ist anders. Anders als die Branchen-Muskelschauen in Frankfurt, Paris oder Detroit. Ein Salon halt: Überschaubar untergebracht unter einem Dach, die Wege kurz und die Autobosse relaxter als sonst. Und weil die Schweiz über keine eigene Autoindustrie von nennenswertem Rang hat, fehlt auch das andernorts übliche Platzhirsch-Gebahren. Die Standgrößen haben sie in Genf, ganz dem Schweizer Neutralitätsprinzip im Proporz des Marktanteils, verteilt. Wirklich schlechte Messeplätze gibt es nicht, weil Genf – gemessen an anderen Messen – eigentlich nur ein großes Wohnzimmer für die Branche ist.

Ein Platz der Autoexzentrik

Traditionell stark vertreten ist in den Palexpo-Hallen Autoexzentrik. Für die versponnen Entwickler wie Franco Sbarro und Frank Rinderknecht von Rinspeed ist Genf die wichtigste Schaubühne, nützliche Alltagsfahrzeuge gibt es zwar auch, vorzugsweise schicken aber auch etablierte Hersteller wie BMW, Mercedes oder die Amerikaner in den Ring, was edel, gut und teuer ist.

Das hat natürlich damit zu tun, dass mit dem Automobilsalon in Genf in Europa der Startschuss zum laufenden Autojahr gegeben wird, mehr aber noch damit, dass die Reichen und Schönen im Großraum Genf den Salon gerne für Shopping-Touren in Sachen Autoluxus nutzen. Für Edelmarken wie Bentley, Rolls-Royce und Maybach ist Genf die wahrscheinlich wichtigste Verkaufsveranstaltung des Jahres. Es ist mehr als nur ein Gerücht, dass in den Separees des Salon die Scheichs ihre ganz besonderen Flottengeschäfte abschließen.

Das wird auch so sein, wenn der Salon am 8. März die Hallen öffnet (für die Fachpresse geht´s bereits eineinhalb Tage früher los). Aber nur, weil den Herstellern die Reaktionszeit auf die in den vergangenen Wochen ausgebrochene CO2-Diskussion fehlt. Autoforscher Ferdinand Dudenhöffer geht davon aus, dass das meistbenutzte Wort der Messe C02 sein wird.

Einige Hersteller haben auf die Klimadiskussion reagiert und bugsieren Spritsparer an ihre Stände: VW den 5,1 Liter-Passat, Audi den A3 mit einem C02-Ausstoß von 120 Gramm und BMW den im Verbrauch und Schadstoffausstoß optimierten 1er. Daihatsu zeigt seine Start-Stop-Technik im Cuore und Honda und vor allem Toyota werden die Lufthoheit zum Thema Hybrid ausspielen. Insgesamt gehen 13 Hersteller mit Elektrokonzepten an den Start.

Spannend wird es sein zu sehen, welche Hersteller am gefälligsten das Thema Emotion und Klima verpackt, sagt Ferdinand Dudenhöffer. Für ihn ist das eine der entscheidenden Fragen der Zukunft am Automarkt: Der Wechsel von den elementaren Autowerten „Emotion und Dynamik“ hin zu neuen Parametern „Emotion und Umwelt“. Das zu beurteilen, dafür dürfte Genf aber zu früh kommen. Hier gehört die Gegenwart noch dem Autoluxus alter Schule.

Die wuchtigsten Volumenmodelle des Autosalon Genf:

VW Golf Variant, Ford Mondeo, Mercedes C-Klasse, Fiat Bravo, Renault Twingo, Mazda 2, Skoda Fabia, Volvo V70

Die wichtigsten Coupés und Cabrios:

Audi A5, BMW 3er Cabrio, Maserati Coupé, Peugeot 207 CC

SUV-Neuheiten:

Peugeot 4007, Citroën C-Crosser

Die Aufreger:

KTM X-Bow, Giugiaro Vadhó, Magna Mila Future, Dodge Demon, Donkervoort D8 GT, Kia Ex-Cee´d.   

Die Messe in Genf dauert vom 8. – 18. März. auto motor und sport berichtet am 6. und 7. März auf seinem online-Auftritt auto-motor-und-sport.de live von der Messe. Alle Neuheiten finden Sie zudem im Messe-Special auf auto-motor-und-sport.de.

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