Autozulieferer Kolbenschmidt streicht 200 Stellen

Foto: Kolbenschmidt

Der Automobilzulieferer KS Kolbenschmidt will Angaben der IG Metall zufolge deutlich weniger Stellen abbauen als zunächst geplant. Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren knapp 200 der derzeit 1.250 Jobs wegfallen, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag (19.6.) in Neckarsulm und bestätigte einen Bericht der "Heilbronner Stimme".

Ursprünglich habe die KS Kolbenschmidt GmbH geplant, rund 550 Arbeitsplätze zu streichen. Am Standort Neckarsulm (Kreis Heilbronn) des Spezialisten für Motorkolben sollen etwa 140 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Das Werk in Hamburg, dem die Stilllegung drohte, bleibt den Angaben zufolge bestehen. Dort sollen 60 der bisher 210 Arbeitsplätze gestrichen werden. "Betriebsbedingte Kündigungen sollen weitestgehend vermieden werden", sagte der IG-Metall-Sprecher. Für die übrigen Beschäftigten sollen künftige Tariferhöhungen immer erst neun Monate später gelten. Außerdem solle ein Viertel des Weihnachtsgelds künftig erfolgsabhängig bezahlt werden. Die Beschäftigten sollen in den nächsten viereinhalb Jahren im Schnitt etwa 35 Stunden mehr pro Jahr arbeiten.

Das Unternehmen wollte sich am Donnerstag nicht zu den Plänen äußern. In den vergangenen Jahren hatte der zur Kolbenschmidt Pierburg Gruppe gehörende Zulieferer bereits die Zahl seiner Mitarbeiter in Nordamerika deutlich reduziert. Kolbenschmidt Pierburg gehört zum Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern.

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