Benzin

Preise drücken Konsum

Foto: dpa

Die Autofahrer reagieren zunehmend auf die hohen Treibstoffpreise und tanken weniger Benzin in Deutschland. "Der Verbrauchsrückgang ist in diesem Jahr stärker, als wir es erwartet hatten", sagte Barbara Meyer-Bukow vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag (21.4.) in Hamburg.

So ging der Benzinabsatz im März gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 9,1 Prozent zurück. Für die ersten drei Monate liegt das Minus bei 6,3 Prozent. Beim Diesel ist die Entwicklung etwas weniger ausgeprägt, aber in den ersten drei Monaten ebenfalls um 2,1 Prozent rückläufig.

Es gibt allerdings keine aktuellen belastbaren Erhebungen darüber, ob die Autofahrer tatsächlich weniger fahren. Auch sparsamere Motoren bei Neuwagen, mehr Dieselfahrzeuge in der deutschen Autoflotte und der Tanktourismus zu preisgünstigeren Stationen im Ausland tragen zum Absatzminus bei. Der Benzinkonsum ist in Deutschland schon seit Jahren rückläufig. Im Jahr 2000 wurden noch 28,8 Millionen Tonnen Benzin verkauft, im vergangenen Jahr nur noch 23,4 Millionen Tonnen. Der Dieselabsatz ist dagegen im gleichen Zeitraum nur geringfügig von 28,9 auf 28,5 Millionen Tonnen zurückgegangen.

Die Benzinpreise in Deutschland hatten nach einer Preiserhöhung am Donnerstag mit durchschnittlich 1,38 Euro für den Liter Superbenzin und 1,17 für Diesel ihren höchsten Stand seit dem vergangenen September erreicht. Am Freitag bröckelten die Preise leicht ab; auch auf den internationalen Märkten blieb die Lage weitgehend ruhig und die Preise gingen leicht zurück. Sie liegen aber nicht weit von ihren Höchstständen entfernt. Auf den Märkten wird vor allem wegen der angespannten Lage im Iran und in Nigeria mit weiter steigenden
Preisen gerechnet.

Im europäischen Vergleich liegen die deutschen Benzinpreise vor allem wegen der hohen Steuerbelastung im oberen Bereich. Nach einer Erhebung des Energie-Informationsdienstes (EID) ist Deutschland das fünftteuerste Land unter den 25 EU-Mitgliedern, hinter den Niederlanden, Großbritannien, Belgien und Dänemark. Ohne Steuern läge dagegen Deutschland auf Platz 18 und der Liter Superbenzin würde weniger als 50 Cent kosten. Beim Diesel liegt Deutschland mit Steuern auf Rang vier, ohne Steuern auf Platz 22.

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