Benzinpreise

Bald auf Rekordniveau

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Die Benzinpreise in Deutschland sind zum Wochenbeginn kräftig gestiegen. Die großen Mineralölfirmen setzten die Preise um mindestens drei Cent je Liter nach oben und zogen gleichzeitig in ihrem Tankstellennetz Mindestpreise ein, so dass die Erhöhungen regional noch deutlich kräftiger ausfielen.

Superbenzin kostet damit im bundesweiten Durchschnitt wieder 1,40 Euro je Liter, Diesel 1,18 Euro. Das liegt nur wenige Cent unter den Höchstständen des Jahres. Sprecher der Konzerne begründeten Erhöhung mit dem Preisniveau auf den internationalen Ölmärkten. Der Rohölpreis hat fast sein Allzeit-Hoch aus dem vergangenen Jahr erreicht.

1,50 Euro für Normalbenzin

Derweil rechnet der Tankstellenbetreiber Westfalen AG (Münster) sogar mit weiteren Preissteigerungen beim Benzin. Wenn sich der Rohölpreis bei 70 US-Dollar pro Barrel einpendele, werde sich der Preis für Normalbenzin in Deutschland "nicht weit von 1,50 Euro entfernt" bewegen, sagte der Vorstandschef des Energiehändlers, Wolfgang Fritsch-Albert.

Am Montag (9.7.) kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus dem Fördergebiet der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) 71,36 US-Dollar und damit 22 Cent mehr als am vergangenen Freitag. OPEC berechnet seinen so genannten Korbpreis auf der Basis elf wichtiger Sorten des Kartells.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank hingegen am Dienstag um 45 Cent auf 75,33 US-Dollar. Am Vortag hatte der Brent-Preis mit 76,34 US-Dollar noch ein 11-Monatshoch erreicht. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete zuletzt 71,87 Dollar. Das waren 32 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Markt warte auf die am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Rohöllagerbestände in den USA, sagten Händler. Im Blickpunkt stünden erneut die US-Benzinvorräte. Daneben beobachteten Marktteilnehmer die weiterhin angespannte Lage in Nigeria mit Sorge.

Verwiesen wurde zudem auf einen Bericht der Internationalen Energie Agentur (IEA) vom Montag. In dem Bericht wird vor Engpässen auf dem globalen Ölmarkt gewarnt. Die IEA rechnet bis zum Jahr 2012 mit einer deutlich steigenden weltweiten Ölnachfrage bei einem zugleich schwächeren Wachstum des Ölangebots. Auch geringe freie Förderkapazitäten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hielten den Ölmarkt weiter eng, warnte die Agentur.

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