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Benzinwirtschaft

E10 wenn möglich zurückziehen

Die Benzinproduzenten in Deutschland fühlen sich bei der Einführung des neuen Bio-Sprits E10 bevormundet und unter wirtschaftlichen Druck gesetzt. "Unter Marktbedingungen würden wir natürlich einen solchen Kraftstoff wieder zurückziehen. Aber wir haben keinen freien Markt, sondern massiven staatlichen Eingriff", sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (WMV), Klaus Picard, am Donnerstag (3.3.) im ARD-"Morgenmagazin".

Die Verwirrung um den neuen Sprit E10 mit zehn Prozent Bio-Ethanol-Anteil beschert der Branche derzeit ein Riesenproblem: Eigentlich könnten 90 Prozent aller Benziner E10 tanken, doch nur ein Bruchteil der Autofahrer macht es. Die meisten meiden das neue Produkt und nutzen die verbleibende Alternativen - das ist vor allem Super Plus mit 98 Oktan. Die Folge: Die Raffinerien und Tankstellen bleiben auf dem E10 sitzen, und das begehrte Super Plus wird vielerorts knapp.

Strafzahlungen werden auf den Spritpreis umgelegt

Die Benzinbranche ist gesetzlich verpflichtet, das neue E10 unters Volk zu bringen. Der neue Sprit soll helfen, klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) einzusparen. Bleibt E10 so wie bisher ein Ladenhüter, drohen der Branche Strafzahlungen. "Wir können nur sagen: Wir müssen das umsetzen. Und im Endeffekt ist das Gesetz nicht für uns gemacht, sondern es zwingt den Verbraucher, zehn Prozent Ethanol zu tanken", sagte Picard.
 
Die Branche hat bereits angekündigt, dass die Strafzahlungen für das nicht verkaufte E10 auf die Kunden an der Zapfsäule umgelegt werden, falls der neue Bio-Sprit nicht stärker fließt. Bei jedem statt E10 verkauften Liter aus herkömmlichem Alternativ-Sprit sind dies zwei Cent.

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Die Einführung des Bio-Sprits E10 entwickelt sich zum Flop.

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