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BMW 1er bis BMW 4er

Kabelloses Handy-Laden und Carplay an Bord

BMW baut für den BMW 1er bis zum BMW 4er sein Infotainment-Angebot aus. So lassen sich zukünftig Smartphones, die den QI-Standard unterstützen, induktiv laden, indem sie in eine Ablage unter der Mittelarmlehne gelegt werden.

Carplay-Vorbereitung kostet 300 Euro

Ebenfalls kabellos erfolgt der Anschluss an die Außenantenne des Fahrzeugs, wovon die Empfangsqualität profitiert. Der bisher angebotene Snap-in-Adapter, bei dem das Handy in eine spezielle Schale eingeklinkt werden muss, entfällt. Für Smartphones, die den QI-Standard nicht unterstützen werden spezielle Ladehüllen über BMW-Händler vertrieben.

Darüber hinaus nimmt BMW eine Vorrüstung für Apples Smartphone-Schnittstelle Carplay ins Programm, mit der sich ausgewählte Handy-Apps auf dem Fahrzeugmonitor anzeigen und über den iDrive-Regler bedienen lassen. Die Carplay-Vorbereitung (300 Euro Aufpreis) startet in der zweiten Jahreshälfte im leicht überarbeiteten 3er GT und wird dann nach und nach für alle BMW der 1er, 2er, 3er und 4er-Reihe angeboten.

Neue BMW Connected-Dienste am Start

Allerdings hält sich der Carplay-Mehrwert in Grenzen, da das BMW-System ohnehin schon sehr viele vernetzte Funktionen bietet und über Apple Carplay nur wenige Apps hinzukommen. Zudem koppelt BMW Carplay an die Bestellung einer Navigation, sodass die Möglichkeit, mittels Carplay an eine günstige Routenführung zu gelangen, entfällt. Carplay-Nutzer haben immerhin die Möglichkeit, zwischen der BMW-Navigation und der Apple-Navigation auszuwählen. Entschlackte Menüstrukturen nach dem Vorbild des 7ers komplettieren die Frischzellenkur für BMWs Infotainment-Systeme in den unteren Baureihen.

Ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte starten neue Connected-Dienste, die für sämtliche Modelle vorgesehen sind: Ein Mobilitätsassistent verknüpft Smartphone-Daten wie Kalendereinträge oder Adressen mit der BMW-App und berechnet daraus den optimalen Abfahrtszeitpunkt, um pünktlich zu einem Termin zu erscheinen. Je nach Verkehrslage erfolgt die Abfahrt-Empfehlung dann früher oder später. Darüber hinaus lernt das System persönliche Mobilitätsmuster wie den täglichen Weg zu Arbeit und rät bei unüblichen Verzögerungen auf der Route automatisch zu einem früheren Abfahrtzeitpunkt.

Für diese Funktionen hat BMW zusammen mit Microsoft einen eigenen Cloud-Dienst aufgebaut, der nach und nach um zusätzliche Funktionen (z. B. Parkplatz-Reservierungen aus dem Auto heraus) erweitert werden soll. Der Mobilitätsassistent ist anfangs aufs iPhone beschränkt, und unterstützt die Apple-Watch, eine Android-Variante folgt.

Fazit: Dienste wie der BMW-Mobilitätsassistent zeigen, wohin die Reise in der Autobranche geht: Alle relevanten Hersteller arbeiten derzeit an einer umfangreichen Vernetzung ihrer Fahrzeugflotte, um das Nutzerverhalten besser kennenzulernen und den Kunden so zusätzliche Angebote unterbreiten zu können. Die Abfahrtszeit-Erinnerung stellt da erst den Anfang dar, längerfristig soll über die Zusatzdienste Geld verdient werden. Doch zu faszinierend die neuen Möglichkeiten sind: Der Autofahrer wird endgültig gläsern, zu den heute schon etablierten Datenkraken wie Google, Facebook & Co. gesellen sich zukünftig auch noch die Autohersteller.

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Moderne Infotainment-Systeme werden immer komplexer.

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