BMW & Audi haben die wenigsten Privatkunden

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Die Premiummarken BMW und Audi verkaufen nur noch jeden dritten Wagen an Privatkunden. Der Anteil der Privatkunden ist bei BMW 2006 im Vergleich zum Vorjahr von 33,2 auf nur 32,8 Prozent weiter gesunken.

Damit ist BMW die Marke in Deutschland mit dem geringsten Anteil von Privatkunden. Bei Audi verbesserte sich der Privatkundenanteil leicht von 33,2 auf 33,5 Prozent. Beide Marken setzen ihre Fahrzeuge vor allem als Dienst- und Leihwagen ab. 

Mercedes mit hohem Privat-Anteil

Besonders hoch ist dagegen der Anteil privater Käufer bei Mercedes mit 50,1 Prozent (Vorjahr: 47,5 Prozent). Damit übertrifft Mercedes alle deutschen Hersteller, selbst VW erreichte 2006 einen mit 47,5 Prozent niedrigeren Privatkundenanteil, dahinter folgen Ford (41 Prozent, Vorjahr 46,4 Prozent) und Opel (39 Prozent, Vorjahr 32,2 Prozent).

Allerdings leidet zunehmend auch das Flottengeschäft unter steigenden Rabatten. Auf einzelne Modelle wie die vor der Ablösung stehenden Renault Laguna und Ford Mondeo gibt es nach Aussagen von Flottenmanagern und Händlern bis zu 36 Prozent Nachlass.

Aktuelle Modelle wie der Ford Focus werden im Flottenverkauf mit Abschlägen von bis zu 28 Prozent verkauft, der Passat wird derzeit mit 17 Prozent plus Prämie gehandelt. "Jenseits der 30 Prozent wird definitiv kein Geld mehr verdient, da lasten sie nur noch die Werke aus", sagte der Vertriebschef eines Importeurs. Schwierig seien Preiserhöhungen selbst bei neuen Modellen. "Das Problem ist, den Flottenmanagern nach einem Modellwechsel klarzumachen, dass man die Preise wieder anziehen will", so der Vertriebschef.

Lieber Flotte als Rabattschlacht

Die deutschen Premiumhersteller setzen dennoch lieber auf das Flotten- und Vermietgeschäft, als die Rabattschlacht am Neuwagenmarkt zu verstärken. Da die Nachlässe im Flottengeschäft nicht beworben werden, beschädigen sie weniger das Image der Marke. Die Folge: Der Audi A6 wurde 2006 nur noch zu 22,9 Prozent, der VW Passat zu 28,1 Prozent von Privatkunden gekauft. Damit die Preise nicht weiter in den Keller gehen, haben einige früher sehr preisaggressive Hersteller wie Renault und Opel unrentable Geschäfte zurückgefahren. Im Vergleich zu 2005 ging nach Angaben von Opel-Marketing- und Vertriebschef Alain Visser die Zahl der Tageszulassungen bei Opel um 21.000, der Großflotten-Absatz um 14.000 Einheiten zurück.

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