BMW

Autobauer prüft weitere Kurzarbeit

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Der Autobauer BMW kämpft mit schwachen Verkaufszahlen und prüft zusätzliche Kurzarbeit für seine Werke.

"Wir sind derzeit in weiteren Gesprächen mit den Betriebsräten, auch nach dem März Kurzarbeit zu fahren", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag (3.3) auf dem Genfer Autosalon. Im Februar habe sich der Absatz ähnlich schwach entwickelt wie im Januar, als die Verkaufszahlen um rund ein Viertel eingebrochen waren.

Kaum Profit von der Umweltprämie

Von der Abwrackprämie habe BMW bislang kaum profitiert. Mit einer Besserung der Lage rechnet Reithofer erst 2010. "Aber die Erholung wird sehr langsam sein." BMW will den bisherigen Planungen zufolge im Februar und März rund 38.000 Fahrzeuge weniger bauen als ursprünglich geplant. Von Kurzarbeit betroffen sind derzeit rund 27.000 Mitarbeiter an den Standorten Dingolfing, Regensburg, München, Landshut und Berlin.

500 Millionen Euro Einsparungen

Um Kosten zu sparen, werde BMW die Zahl der festen Mitarbeiter in diesem Jahr wahrscheinlich nochmals um rund 1.000 zurückfahren, sagte Reithofer. Betriebsbedingte Kündigungen oder weitere Abfindungsprogramme seien aber kein Thema. Wenn abgebaut werde, dann nur auf dem Weg, dass frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Die vor kurzem genannte Zahl von bis zu 3.300 zusätzlich wegfallenden Stellen bei BMW sei zu hoch gegriffen gewesen.
 
Im vergangenen Jahr war die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter von rund 107.500 im Vorjahr auf gut 100.000 gesunken. Die Zahl der Leiharbeiter war um 5.000 reduziert worden. Durch diese Einschnitte beim Personal werde BMW bereits in diesem Jahr 500 Millionen Euro einsparen, sagte Reithofer. Zu den Kosten des Abbauprogramms machte er noch keine Angaben.

Eventuell verbilligte Staatskredite

Ob BMW in diesem Jahr schwarze Zahlen schreibt, ließ Reithofer offen. "Wenn das anhält, wird das ein sehr schwieriges Jahr für die gesamte Industrie, aber auch für BMW." Wichtig sei im Augenblick vor allem, die Kosten im Auge zu behalten und ausreichend flüssig zu bleiben. Die Konditionen am Kreditmarkt hätten sich zwar erschwert, dennoch sei noch Geld aufzutreiben. "Wir haben keine Probleme, das Unternehmen zu refinanzieren." Die Möglichkeit, verbilligte Staatskredite in Anspruch zu nehmen, werde unabhängig davon aber weiter geprüft.
 

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