BMW bleibt auf Rekordkurs

Foto: BMW

Update ++ Der Autobauer BMW bleibt auf Rekordkurs. Das Unternehmen werde auch in den kommenden Jahren sein profitables Wachstum fortsetzen und 2010 rund 1,6 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ausliefern, sagte BMW-Chef Helmut Panke am Dienstag (16.5.) auf der Hauptversammlung in München.

Der Autobauer BMW hat auch für die kommenden Jahre neue Rekordmarken bei Absatz und Ergebnis im Visier. Das ursprünglich für 2008 angepeilte Ziel von 1,4 Millionen verkauften Autos werde bereits 2007 erreicht, sagte Vorstandschef Helmut Panke am Dienstag (16.5.) auf der Hauptversammlung des Unternehmens in München. "Im Geschäftsjahr 2010 wollen wir insgesamt 1,6 Millionen Automobile ausliefern." Das wären doppelt so viele wie im Jahr 2000. Von Aktionärsseite erntete der Vorstand überwiegend Lob. Lediglich die Dividendenpolitik des Unternehmens geriet in die Kritik. Auf Spekulationen über eine mögliche Vertragsverlängerung ging Panke nicht ein.

Seit dem Jahr 2001 habe BMW 25 neue Modelle eingeführt, die vom Markt gut angenommen worden seien, sagte Panke. Auch in den kommenden Jahren sei mit kräftigem Wachstum zu rechnen. So soll zum Beispiel noch in diesem Monat das neue Z4-Coupé bei den Händlern stehen. Auch die großen Märkte in China und Indien seien vielversprechend. "Wir haben exzellente Möglichkeiten, von diesem Wachstum zu profitieren." Neben dem Absatz werde sich auch das Ergebnis in den kommenden Jahren verbessern.

Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Panke. "2006 wird das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens werden." So soll das Ergebnis vor Steuern (EBT) trotz Belastungen durch Währungseffekte und hoher Rohstoffpreise auf vier Milliarden Euro klettern. Im Vorjahr hatte BMW vor Steuern einen Gewinn von 3,287 Milliarden Euro erwirtschaftet. Auch der Absatz soll einen neuen Höchststand erreichen. Die Wachstumsrate von 11 Prozent in den ersten vier Monaten werde sich allerdings "in dieser Höhe nicht über den gesamten Jahresverlauf fortsetzen".Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Währungssicherheit und Dividenkritik

Gegen Währungsrisiken wegen des starken Euro sei BMW in diesem und im kommenden Jahr weitgehend abgesichert, sagte Panke. "Der Dollar kann eigentlich machen, was er will. Das wird sich auf unser Ergebnis kaum auswirken. Auch für 2007 ist die Absicherung gut." Im vergangenen Jahr hätten sich allein die Belastungen durch Währungseffekte auf 677 Millionen Euro belaufen.

Aktionärsvertreter zeigten sich mit dem Abschneiden von BMW zufrieden. Auf Kritik stieß jedoch die Dividendenpolitik des Unternehmens. Bei aller Dynamik sei die Entwicklung der Ausschüttungen "absolut unbefriedigend", sagte Klaus Schneider von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Für 2005 sollen die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 0,64 Euro erhalten, im Vorjahr hatte die Ausschüttung bei 0,62 Euro gelegen. Für Vorzugsaktien sollen 0,66 Euro (Vj: 0,64) gezahlt werden. Auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zeigte sich enttäuscht. "Die Anhebung um zwei Cent ist kein Premiumschritt, da erwarten wir auch Marktführerschaft." Panke sicherte zu, dies zu prüfen, betonte aber: "Ich glaube, dass es BMW gut tut, eine gewisse Kontinuität zu haben."

Auf Spekulationen über eine mögliche Vertragsverlängerung ging Panke nicht ein. Sein derzeitiger Vertrag läuft noch bis zur Hauptversammlung 2007. Rechtlich ist eine Verlängerung ein Jahr vor Ende der Laufzeit möglich.

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