BMW halbiert Zulieferer-Zahl für 7er-Produktion

Foto: BMW 22 Bilder

BMW hat die Produktionskosten seines Flaggschiffs 7er im Werk Dingolfing deutlich senken können. Nach auto motor und sport-Informationen liegen die reinen Fertigungskosten des neuen Modells trotz einer erhöhten Komplexität um 30 Prozent unter dem auslaufenden Modell.

Für die Herstellungszeit des neuen 7er liegt nach Informationen von auto motor und sport aus dem vertraulichen „Harbour Report 2008“ wie beim Vorgänger bei 56,39 Stunden, obwohl die Produktionszeit aufgrund gestiegener Montageinhalte bis zu 80 Minuten länger dauern müsste. Künftig erwartet BMW laut internen Planungen weitere Produktionszeitkürzungen von sieben bis acht Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Audi braucht in Neckarsulm laut Zahlen des Harbour Reports 86,65 Stunden für jeden A8.

Wolfgang Stadler, Leiter des BMW-Werkes Dingolfing, will im Gespräch mit auto motor und sport keine Zahlen nennen, bestätigt aber die Verbesserung: „Es stecken deutlich mehr technische Inhalte im neuen BMW 7er. Trotzdem ist es uns gelungen die Fertigungsdurchlaufzeit auf dem Niveau des Vorgänger Modells zu halten. Für die Zukunft erwarten wir vor allem im Bereich der Materialströme weiteres Einsparungspotenzial.“

Zuliefererzahl halbiert

Zudem hat BMW die Zahl der Zulieferer halbiert. Stadler: „Rund 250 Lieferanten steuern Komponenten für den neuen 7er bei; beim Vorgänger waren es noch fast doppelt so viele. Wir wollen uns hier schlicht auf wenige, zuverlässige Systempartner verlassen. Zudem konnten wir auf diesem Wege den Materialfluss ins Werk entschlacken.“

Bis zum Jahresende will BMW in Dingolfing noch 10.000 Siebener vom Band rollen lassen. „Dieses Jahr rechne ich mit einer Produktion von mehr als 10.000 Fahrzeugen. Im vollen Produktionsjahr wollen wir die Stückzahlen des Vorgängers toppen“, so Stadler. Vom Vorgänger stellte BMW bis zu 60.000 Fahrzeuge jährlich her. Die Produktion des 7ers war am 1. September mit täglich 64 Fahrzeugen angelaufen.

Produktionsmaximum: 330 7er pro Tag

Derzeit produziert Dingolfing täglich 164 Siebener und will schon bald die Maximalproduktion erreichen. Stadler: „Die Stückzahl erhöhen wir schrittweise, zum Jahresende sollen es 300 werden. Damit sollten wir innerhalb von nur drei Monaten die Kammlinie erreichen.“ Bei höherer Nachfrage könne Dingolfing kommendes Jahr täglich 330 7er produzieren.

In den Anlauf des neuen Flaggschiffs hat BMW laut Stadler „vierzig bis fünfzig Prozent weniger investiert als beim Anlauf des Vorgängers. Wir haben unter anderem in die Qualität investiert, davon sechs Millionen Euro in die Hardware für Prüfanlagen oder drei Millionen in einen neuen Akustikprüfraum.“ Das BMW-Werk Dingolfing ist die einzige Produktionsstätte des Konzerns, die das Flaggschiff 7er fertigt.

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