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Kurzarbeit für 26.000 Mitarbeiter beantragt

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Die anhaltende Absatzkrise zwingt den Autobauer BMW in die Kurzarbeit. Wie das Unternehmen am Dienstag (20.1.) mitteilte, soll nach einer mehrwöchigen Produktionspause in den Weihnachtsferien in den kommenden Wochen rund ein Viertel aller Mitarbeiter weniger arbeiten.
 

38.000 Autos weniger

Geplant sei, im Februar und März an vier deutschen Standorten insgesamt 38.000 Fahrzeuge weniger zu bauen als ursprünglich geplant, sagte der neue Personalvorstand Harald Krüger. Ab April soll die Produktion dann wieder normal laufen. Weitere Stellenstreichungen wie im vergangenen Jahr sind nicht geplant.

Eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über Kurzarbeit sei unter Dach und Fach, sagte Krüger. "Wir haben jetzt eine grundsätzliche Vereinbarung, Kurzarbeit an ausgewählten Tagen zu fahren. Wir reden aber nur über einzelne Tage und Schichten, die ausfallen." Wie viel dies jeweils an den einzelnen Standorten seien, sei momentan noch nicht entschieden.

Kürzen beim 3er und 5er

Betroffen sind die Werke Dingolfing, Regensburg, Landshut und Berlin. So sollen in Dingolfing 15.000 von rund 20.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit gehen. In Regensburg sind 8.000 von 9.500 Stellen betroffen, in Landshut 2.700 von 3.500. In Berlin ist geplant, 190 Mitarbeiter in der Bremsscheibenfertigung weniger arbeiten zu lassen. Die Motorradproduktion in der Hauptstadt ist nicht betroffen. Keine Kürzungen soll es im Werk München, in Leipzig und an den ausländischen Standorten wie etwa in Spartanburg in den USA geben.

Weniger gebaut werden sollen vor allem Modelle der 3er- und 5er-Baureihe, die im vergangenen Jahr teils drastische Absatzeinbußen hatten. "Die Marktsituation hat sich im vierten Quartal noch einmal verschärft, besonders auf wichtigen Märkten wie den USA oder Japan", sagte Krüger.

Ab April wieder Normalbetrieb

Die Auswirkungen für die Beschäftigen sollen sich aber in Grenzen halten. Laut BMW ist vorgesehen, ihnen in mindestens 93 Prozent ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens zu zahlen, selbst wenn die Arbeitszeit unter dieses Niveau sinkt. Außerdem soll die Produktion nach derzeitigem Stand der Planungen ab April wieder normal laufen.

Zur Höhe der Einsparungen durch die zusätzlichen Kürzungen machte Krüger noch keine Angaben. "Das werden wir in den nächsten vier bis sechs Wochen klären. Momentan ist das noch nicht zu beziffern." Weitere Stellenstreichungen wie im vergangenen Jahr seien nicht
geplant. "Es wäre sehr kurzfristig gedacht, uns von den Mitarbeitern, die wir für künftiges Wachstum brauchen, zu trennen."

Arbeitszeitkonten bieten noch Spielraum

Sollte die Nachfrage im Frühjahr wider Erwarten nicht anspringen, stünden BMW durchaus noch weitere Mittel zur Verfügung, um die Produktion ohne Stellenstreichungen anzupassen, sagte Krüger. "Unsere Arbeitszeitkonten sind unterschiedlich gefüllt, aber wir haben da noch Spielraum."  Außerdem liege die natürlichen Fluktuation pro Jahr bei 1.000 bis 2.000 Stellen. Ultima ratio bleibe eine Fortsetzung oder gar Ausweitung der Kurzarbeit. "Wir gehen aber nach momentanem Stand der Dinge davon aus, dass wir diese Optionen nicht ziehen müssen."

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