BMW

Laser-Kino für die Rückbank

BMW hat unter anderem ein neuartiges Laser-Projektionssystem entwickelt, mit dem sich für die Fond-Passagiere scheinbar frei im Raum schwebende Filmbilder darstellen lassen.

BMW hat unter anderem ein neuartiges Laser-Projektionssystem entwickelt, mit dem sich für die Fond-Passagiere scheinbar frei im Raum schwebende Filmbilder darstellen lassen. Nach Angaben des Autoherstellers, der das System am Montag (14.10.) bei einem Technologiekongress in Chicago in den USA erstmals vortsellte, wird das Bild von drei Lasern in Blau, Grün und Rot erzeugt. Ein elektromechanisch betriebener Spiegel setze die Lichtstrahlen dann zu einem Farbbild zusammen.

Bis auf den Projektionsspiegel sei die Technik für die Insassen unsichtbar im Dachhimmel des Fahrzeugs untergebracht. Sie erlaube es, Bilder in verschiedenen Maßstäben an unterschiedlichen Stellen im Sichtfeld der Passagiere darzustellen. Zur Frage, ob und wann es für Serienfahrzeuge erhältlich sein wird, machte der Hersteller noch keine Angaben.

Mit Pixellicht gegen die Xenon-Blender

Neben zahlreichen weiteren Connected-Drive-Projekten (BMW-Konzept zur Vernetzung von Telematik-, Online- und Fahrerassistenzsystemen), wie zum Beispiel die drahtlose Kommunikation per Bluetooth, den elektronischen Rückspiegel oder das aktive Lenkrad sowie das aktive Gaspedal, präsentierte BMW eine neue Lichttechnik für Autoscheinwerfer, die eine teilweise Ausleuchtung des Lichtkegels ermöglicht. Mit dem so genannten Pixellicht lässt sich unter anderem ein blendfreies Dauerfernlicht oder eine besonders starke Ausleuchtung bestimmter Fahrbahnbereiche umsetzen (Foto unten: links Bi-Xenon-Abblendlicht; rechts Pixellicht).

Die neue Technologie basiere auf dem so genannten Digital Micromirror Device-Prinzip (DMD). Dabei übernähmen mikrokleine, steuerbare Spiegel die Aufgabe des herkömmlichen Scheinwerferreflektors. Je nach Ansteuerung dieser Spiegel lassen sich nach BMW-Angaben bestimmte Bereiche des Lichtkegels aussparen – etwa der Gesichtsbereich entgegenkommender Fahrer bei Fernlichtbetrieb. Ebenso sei es möglich, Fahrbahnmarkierungen oder Hindernisse auf der Straße intensiv anzustrahlen.

Mit der neuen Technologie ließen sich zudem eine bessere dynamische Leuchtweiten-Regelung sowie spezielle Lichteinstellungen für Kurven-, Stadt-, Landstraßen-, Autobahn- und Schlechtwetterbetrieb umsetzen. Wann die Technologie, die sich noch in der Erprobung befindet, in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt, lasse sich noch nicht absehen, sagte ein Unternehmenssprecher.

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