BMW

Marktanteil auch im Gesamtjahr über neun Prozent

Foto: BMW AG 18 Bilder

Trotz der Absatzkrise will BMW in Deutschland 2008 einen historischen Höchstwert beim Marktanteil erzielen und auch den weltweit größten Ergebnisanteil abliefern. Das sagte Deutschland-Chef Philipp von Sahr im Gespräch mit auto motor und sport.

So wolle BMW bis Jahresende seinen Marktanteil, der in den ersten zehn Monaten sogar bei 9,2 Prozent lag, über dem Niveau des Vorjahres von 9,0 Prozent halten. "Per Oktober sind wir als BMW Group in Deutschland mit 3,1 Prozent im Plus. Das bedeutet: Bei der Marke BMW liegt das Plus bei 2,5 Prozent, bei Mini bei 8,4 Prozent. Der Gesamtmarkt ist per Oktober lediglich noch 0,3 Prozent im Plus. Wir wachsen trotz der angespannten Situation stärker als der Gesamtmarkt und stärker als unsere Mitbewerber in Stuttgart und Ingolstadt."

Historischer Höchststand

Wenn BMW seinen Anteil über 9,0 Prozent hält, werde dies "ein historischer Höchststand". Außerdem wird BMW damit der drittgrößte Anbieter nach VW und Mercedes und vor der Marke Opel, die per Oktober 2008 auf 8,4 Prozent Marktanteil abgerutscht ist. Im Gesamtjahr 2007 war Volkswagen Marktführer mit einem Marktanteil von 19,3 Prozent, gefolgt von Mercedes (10,4 Prozent), Opel (9,1 Prozent), BMW/Mini (9,0 Prozent), Audi (7,9 Prozent) und Ford (6,8 Prozent).

Gleichzeitig sei Deutschland der profitabelste Einzelmarkt von BMW weltweit noch vor den USA, die beim Volumen an erster Stelle liegen. "Der Ergebnisbeitrag für den Konzern ist entscheidend und da sieht es so aus, dass wir den Löwenanteil liefern. Der deutsche Markt ist bei der Entwicklung und Etablierung neuer Prozesse und Ideen führend. Wir haben als Heimatmarkt eine Vorreiterrolle und Führungsfunktion im Gesamtkonzern." Dabei betont von Sahr, dass BMW auch in der Krise den größten Wert auf Profitabilität legt. Laut von Sahr hat BMW die Verkäufe mit Privatkunden, die als besonders renditestark gelten, stark ausbauen können. "Unser Bestreben ist es, uns aus wenig profitablen Vertriebskanälen weiter zurückziehen und unsere Erträge und die Erträge des Handels damit deutlich zu optimieren. Hier haben wir deutliche Erfolge gegenüber unseren Wettbewerbern erzielt“, sagte von Sahr dem Magazin. "Das Geschäft mit Privat- und Großkunden haben wir bereits um 23.339 Neuzulassungen ausgebaut und es stattdessen das Geschäft mit Autovermietern, Händler-Vorführwagen und dem konzerneigenen Fuhrpark um 18.213 Einheiten zurückgefahren."

Personalabbau im Plan

Im Plan läuft laut von Sahr der Personalabbau bei BMW. "Der kommunizierte Abbau von 3.100 Stellen der BMW Group ist voll im Plan. Verglichen mit der Zahl der Mitarbeiter zum Ende des letzen Jahres wurde der Personalstand um 3.689 Mitarbeiter zurückgeführt - unterstützt auch durch den Verkauf von Cirquent", so von Sahr. "Die Zahl der Aufhebungsverträge, die mit Mitarbeitern in gegenseitigem Einvernehmen geschlossen wurden, lag per Ende September bei knapp 2.700, davon über 2.200 im Inland. Etwa 2.400 der 2.700 Mitarbeiter, die sich bisher zu diesem Schritt entschlossen haben, werden das Unternehmen bis zum Ende des Jahres verlassen haben. Die Zahl der Zeitarbeitskräfte ist um knapp 5.000 reduziert."

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