BMW

Neuer X3 auch aus China

Foto: BMW

BMW will die nächste Generation des X3, der ab 2010 nicht mehr bei Magna in Graz, sondern im BMW Werk im amerikanischen Spartanburg gebaut wird, ab der zweiten Jahreshälfte 2010 auch in China für den dortigen Markt bauen.

2010 seien noch 5.000 Einheiten geplant, im ersten vollen Produktionsjahr 2011 rund 13.000 Einheiten. Der Konzern wollte die Informationen offiziell nicht bestätigen. "Das sind Spekulationen", sagte ein BMW-Sprecher.

Derzeit produziert BMW im chinesischen Shenyang in einem Joint-Venture mit Brilliance den 3er und 5er. "Wir prüfen mittelfristig weitere Optionen", so der Sprecher weiter. Entscheidungen seien aber nicht getroffen.

China: Zweiter Produktionsstandort gesucht

"In China ist BMW auf der Suche nach einem zweiten Produktionsstandort", ergänzte BMW-Aufsichtsratsmitglied Werner Neugebauer, zugleich Chef der IG Metall Bayern. "Im vergangenen Jahr wurden in China rund 31.000 BMW gebaut, dieses Jahr sollen es rund 44.000 werden. BMW muss in China, aber auch in Indien, schneller an Land gewinnen, um den Abstand zu Audi nicht noch größer werden zu lassen."

Rabattschraube zurückdrehen

In Deutschland will der Konzern seinen Marktanteil trotz eines deutlichen Rückgang des Marktes ausbauen "Wir erwarten dieses Jahr für Deutschland eher 3,0 als 3,1 Millionen Neuzulassungen. Für BMW rechnen wir mit einem Marktanteil von mindestens sieben bis acht Prozent", sagte Deutschland-Chef Ludwig Willisch. Für BMW und Mini zusammen, so wie es das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erfasst, erwarten die Münchener einen Marktanteil von 8,8 bis 9,0 Prozent. Im Vorjahr waren es nur 8,6 Prozent. Dabei will BMW die Rabattschlacht, die längst auch im Premium-Segment tobt, nicht weiter anheizen. Willisch: "Allerdings ist uns der Ertrag dabei wichtiger. Wir starren nicht auf Neuzulassungen. Die größte Herausforderung für das laufende Jahr ist es, die Rabattschraube zurückzudrehen und gemeinsam mit unseren Händlern ein werthaltigeres Verkaufen zu erreichen." Willisch kündigte das Ziel an, auch die Rendite der Händler anzuheben. "Die durchschnittliche Umsatzrendite unserer Händler wird sich dieses Jahr verbessern. Vergangenes Jahr lag sie bei 0,8 Prozent. Für 2007 gehen wir von einem höheren Wert aus. Unser Ziel ist es, mittelfristig 1,5 Prozent zu erreichen." Der Konzern verfügt derzeit über 18 werkseigene Niederlassungen an 47 Standorten. Zusätzlich arbeiten die Münchener mit 283 rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Handelspartnern und 112 Werkstätten. Die Zahl der insgesamt 670 Betriebe will Willisch mittelfristig "auf rund 700 Betriebe ausbauen".

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